MARC MARQUEZ’ VATER HIEß IHN NACH DEM HUNGARORING-GP MIT DER SCHNELLSTEN RUNDE LANGSAMER ZU MACHEN
1h ago·

Das Rennwochenende von Marc Marquez beim Ungarn-Grand-Prix im Balaton Park brachte nicht nur ein lang ersehntes Ergebnis, sondern ließ seine Familie auch sichtbar nervös werden. Nachdem Marquez die Pole-Position in einen Sieg umgewandelt und zusätzlich die schnellste Runde geholt hatte, komplettierte er ein dominantes Paket. Berichten zufolge wurden die Nerven seines Vaters jedoch vor allem dadurch geschürt, wie stark der Ducati-Pilot am Limit pushte.
Marquez war erst eine Woche zuvor wieder im Einsatz, nachdem er sich von einer Verletzung erholt hatte. Er hatte sich sowohl an der rechten Schulter als auch am rechten Fuß operieren lassen, bevor sein Comeback in Mugello erfolgte und er anschließend nach Ungarn kam, um Schwung mitzunehmen. In Balaton Park lieferte er demnach eine nahezu perfekte Vorstellung: Er gewann am Samstag den Sprint, nachdem er sich die Pole gesichert hatte, und setzte das am Sonntag fort, indem er den Ungarn-Grand-Prix gewann. Zudem stellte er in Runde 20 mit 1:38.313 die schnellste Runde des Rennens.
Der Druck in der Ducati-Box wurde in Aufnahmen eingefangen, die der offizielle X-Account von MotoGP teilte. Zu sehen ist Julia Marquez, wie sie auf die Anzeigetafel reagiert, während das Tempo ihres Sohnes steigt. Als sie die neue schnellste Runde bemerkte, reagierte sie sofort: „Wow! Schnellste Runde. Er ist verrückt. Langsam, langsam. Los Marc, du hast es doch schon.“ Während das Rennen weiterlief und Marquez in Führung lag, forderte sie ihn auf, die Sache kontrolliert zu halten, und ergänzte: „smooth, smooth, smooth.“
Auf der Strecke kam Marquez’ Sieg nach einem Duell mit KTM-Pilot Pedro Acosta in einem früheren Abschnitt des Rennens zustande. Am Ende gewann er mit 1,343 Sekunden Vorsprung auf Acosta. Francesco Bagnaia wurde Dritter, weitere 11,632 Sekunden dahinter. Das Ergebnis war Marquez’ erster Erfolg im Hauptrennen nach fast einem Jahr; sein vorheriger Grand-Prix-Sieg datiert auf den MotoGP-Besuch in Misano im September.
Neben der emotionalen und sportlichen Bedeutung verschob der ungarische Triumph auch das Bild in der Gesamtwertung. Der doppelte Erfolg – Sprint-Sieg plus Grand-Prix-Sieg – brachte Marquez auf Platz fünf in der Fahrerwertung 2026. Laut den Berichten liegt er nun 72 Punkte hinter Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi, 52 Punkte hinter Jorge Martin und 24 Punkte hinter Acosta.
Auch die Charakteristik von Balaton Park spielte bei der beschriebenen Leistung eine Rolle: Die Streckenführung kam Marquez’ körperlicher Erholung entgegen. Vor allem die starke Betonung von Kurven nach links half ihm dabei, die Muskulatur in seiner rechten Schulter wieder aufzubauen, während er gleichzeitig einen sauberen Sweep aus Pole, Sprint-Sieg, Grand-Prix-Sieg und schnellster Runde in 2026 hinlegte.