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CARLO PERNAT SAYS BAGNAIA’S KÖRPERSPRACHE ZEIGT, DASS ER BEREIT IST, DUCATI ZU VERLASSEN

8h ago·

🇬🇧

Carlo Pernat ist überzeugt, dass Francesco Bagnaia beim Ungarn-Grand-Prix mit seiner Art und seinem Auftreten ein deutliches Zeichen gesetzt hat: Der Italiener fühle sich bei Ducati nicht mehr „zu Hause“ und zähle faktisch die Tage bis zu seinem Wechsel zu Aprilia im Jahr 2027. Pernats Aussagen kamen, nachdem Bagnaia in Balaton Park den dritten Platz geholt hatte und damit eine Podestserie verlängerte. Trotz des Erfolgs argumentierte Pernat, Bagnaia habe mit seiner Körpersprache Ungeduld gezeigt und gewirkt, als wolle er, dass die Saison möglichst bald endet.

„Ein Podium, das Bagnaia einfach so mitgenommen hat“, sagte Pernat gegenüber GPOne und verwies dabei auf Bagnaia’s eigene Offenheit in den Medien nach dem Rennen. Pernat bezog sich auf Bagnaia’s Aussage in der Pressekonferenz: „Ich weiß nicht, warum ich hier bin.“ Für Pernat war die Botschaft dahinter klar: „Pecco wartet darauf, mit Ducati abzurechnen. Das ist nicht mehr sein Zuhause. Man sieht es daran, wie er aussieht, daran, wie er sich präsentiert.“ Das Podium sei demnach eher etwas gewesen, das Bagnaia nicht vollständig unter Kontrolle hatte, statt ein Ergebnis, das Komfort oder Selbstvertrauen in der aktuellen Situation widerspiegelt.

Bagnaia’s eigene Erklärung passte zu dieser Lesart. Nach dem P3 sagte er: „Ich weiß immer noch nicht, was ich hier mache.“ Zudem habe das Renngeschehen durch frühe Umstände geprägt werden müssen: ein schwieriger Start und wie sich die Anfangsphase entwickelte. „Zum Glück habe ich am Anfang einen kleinen Fehler gemacht“, sagte Bagnaia. „Es war kein guter Start, und als ich zu bremsen begann, war ich bereits leicht hinterher.“

Anschließend schilderte Bagnaia, wie er von dem Chaos in Kurve 1 profitierte. Dort begann eine Sturzserie, nachdem Jorge Martin beim Bremsen die Kontrolle über seine Aprilia verloren hatte. Bagnaia sagte, er habe gesehen, dass Martin „nicht mehr stoppen konnte“ und dass Martin in der ersten Kurve „mit allen anderen“ gestürzt sei. Laut Bagnaia habe er zunächst zwei Positionen verloren, sich aber in der zweiten Kurve zurückgekämpft und sei dann Dritter gewesen.

Doch danach habe Bagnaia das Tempo der Spitzengruppe nicht lange mitgehen können. „Ich habe versucht, mit den ersten beiden mitzuhalten. Aber nach fünf oder sechs Runden habe ich gemerkt, dass ich keine Chance habe. Sie hatten einen anderen Rhythmus, und ich habe verstanden, dass das nicht mein Kampf ist.“ Am Ende lag er 11,632 Sekunden hinter dem Sieger Marc Marquez, der Pedro Acosta in einem engen Duell um 1,343 Sekunden schlug.

Der Ungarn-Grand-Prix war zudem von einem größeren Kontext im Fahrer-Markt geprägt. Der Artikel beschrieb Bagnaia und Ducatis Lage als eine „unangenehme Abschiedstour“ und hielt fest, dass auf beiden Seiten die Details öffentlich noch nicht bestätigt worden seien. Gleichzeitig wurde im Fahrerlager als weitgehend bekannt dargestellt, dass Aprilia Bagnaia 2027 unter Vertrag nehmen wird – nach dem Deal, mit dem Jorge Martin für 2027 zu Yamaha wechselt. Weiter hieß es, Bagnaia werde voraussichtlich einen Vierjahresvertrag mit Aprilia unterschreiben, inklusive Ausstiegsklauseln nach 2028, und dass Aprilia Marco Bezzecchi bereits bis 2028 unter Vertrag habe.

Im selben Wochenendnarrativ lieferte Ducati-Chef Luigi Dall’Igna zudem eine technische Einordnung, warum Bagnaia im Zwischenfall in Kurve 1 nicht erwischt wurde. Dall’Igna führte aus, dass Bagnaia durch den langsamen Start anders positioniert gewesen sei, wodurch er nicht in den Crash hineingezogen wurde. Der Bericht erwähnte außerdem, dass Martin neben Bagnaia saß, als Martin die Kontrolle verlor, und dass Bagnaia nach dem Wheelspin beim Start aus dem Grid einen leichten Wheelie hatte – etwas, das er später so beschrieb, dass sich das Ergebnis „ziemlich glücklich“ angefühlt habe, angesichts der Crash-Momente von Martin kurz danach.

Pernats Kernthese bleibt: Bagnaia’s Haltung und Auftreten in Balaton Park spiegelten einen Fahrer wider, der in der Ducati-Ära nicht mehr vollständig investiert ist. Besonders Bagnaia’s Aussagen – vor allem „Ich weiß nicht, warum ich hier bin“ – und sein Hinweis, dass das Podium nicht sein Kampf gewesen sei, wurden als Beleg dafür herangezogen, dass sein Fokus trotz des Podiums bereits auf das Kommende gerichtet ist.

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