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MOTOGP-TEAMS EINIGEN SICH DARAUF, FAHRHÖHEN-ANBAUTEILE ZU RAUFAUFNAHMEN ZU VERBIETEN – AB SILVERSTONE

9h ago·

🇬🇧

Brad Binders Versuch, seinen Platz im MotoGP-Feld über 2026 hinaus zu sichern, bekommt eine neue Hürde: Die von ihm „geliebten“ Ride-Height-Geräte sollen beim Rennstart verboten werden.

Laut Berichten haben sich die MotoGP-Teams darauf verständigt, Ride-Height-Geräte beim Saisonauftakt in Großbritannien zu verbannen; vollständig sollen sie ab 2027 untersagt sein. Der Schritt wird mit Sicherheitsbedenken begründet, die nach einer Serie schwerer Stürze geäußert wurden. Alex Marquez und Johann Zarco waren nach ihren schweren Stürzen in Katalonien zum Zeitpunkt der Diskussion noch in der Rehabilitation. Bei Zarco wurde das Ride-Height-Gerät als mitverursachender Faktor für den Crash genannt, und das Thema wurde beim Ungarn-GP erneut aufgegriffen.

Die Debatte hat sich zudem um Vorfälle in der ersten Kurve verdichtet. Die Start- und Grid-Prozeduren der MotoGP wurden mit mehreren Problemen in Verbindung gebracht, darunter ein Rennstart, bei dem Jorge Martin in Kurve 1 vier Fahrer aus dem Rennen riss. Jack Miller machte Martins Startgerät für den Zwischenfall verantwortlich; außerdem wurden die Streckenführung in Balaton Park und Martin selbst in der Diskussion erwähnt. Das gleiche Thema wird auch im Fahrerlager aufgegriffen, während Teams und Veranstalter nach Wegen suchen, das Risiko chaotischer Starts zu reduzieren.

Auch die MotoGP Sports Entertainment Group (MSEG, früher Dorna) arbeitet an Sicherheitsmaßnahmen und prüft Änderungen am Grid. Vorgesehen ist, den Abstand zwischen den Reihen auf dem Grid ab dem Deutschen GP um drei Meter zu vergrößern.

Für Binder ist die zeitliche Lage besonders heikel. Der südafrikanische Fahrer hat 2026 keinen Vertrag mehr und soll den Berichten zufolge bereits im nächsten Jahr das Werksteam KTM verlassen. Da Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio 2027 hinzukommen, gelten Binders Optionen als begrenzt – die Zeit läuft.

Journalist Adam Wheeler hob im Paddock Pass Podcast zum Ungarn-GP Binders Haltung zum Gerät hervor. Wheeler sagte: „Es ist im Moment ein heißes Thema, oder? An einem Wochenende, in dem wir ein paar News oder Gerüchte über ein neues Grid-Format in der MotoGP hatten.“ Er ergänzte, dass es bereits ab Le Mans Gespräche über ein Verbot von Ride-Height-Geräten gegeben habe, die Idee aber von den Teams statt von den Fahrern verworfen worden sei. Anschließend ging Wheeler auf Binders Aussagen zu seinem eigenen Setup ein: Binder habe gesagt, er „liebe“ sein Startgerät auf seiner Red Bull KTM RC16 und glaube, dass das Team es „perfekt konfiguriert“ habe. Wheeler berichtete Binders Position für den Fall, dass das Gerät entfernt wird: „Aber er sagt, wenn er damit leben muss, dass es entfernt wird, dann wird er.“

Die Sorge, so die Darstellung in den Berichten, ist: Wenn das Gerät entfernt wird, könnte Binders ohnehin schwieriger Weg zu konstanten Ergebnissen noch steiler werden. Qualifying wurde als großes Problem für ihn identifiziert, und wenn das Gerät beim Rennstart nicht mehr genutzt werden darf, könnte die Herausforderung, konkurrenzfähig zu bleiben – und damit im Grid zu bleiben – deutlich schwerer werden.

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