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MANU GONZALEZ SAGT, DIE MOTOGP-GESPRÄCHE FÜR 2027 STECKEN NACH HUNGARN-SIEG FEST

14h ago·

🇬🇧

Manu Gonzalez’ Moto2-Kampagne 2026 ist so dominant, dass sich die Frage vom Titelgewinn hin zu der passenden MotoGP-Chance für 2027 verlagert hat. Der 23-jährige Spanier, der für Intact GP fährt, war in den ersten acht Rennen „eine Klasse für sich“: vier Siege, und nur einmal verpasste er das Podium. Nach seinem dritten Sieg in Folge beim Grand Prix von Ungarn führt Gonzalez die Gesamtwertung nun mit 49,5 Punkten Vorsprung an.

Seine aktuelle Form zeigt, wie komplett seine Saison ist. Schon eine Woche vor Ungarn, in Mugello, lieferte er eine Leistung, die als „absolut vernichtend“ beschrieben wurde: Er distanzierte das Feld um 5,3 Sekunden auf einer Strecke, die für enge Duelle und dichtes Fahrerfeld bekannt ist. Diese Kombination aus Tempo und Kontrolle stärkt seinen Anspruch auf den Schritt nach MotoGP zusätzlich – auch wenn sich der Fahrermarkt um ihn herum in andere Richtungen bewegt.

Vor Mugello galt Gonzalez nicht allgemein als Favorit für MotoGP-Sitze 2027. Andere Moto2-Spitzenfahrer wie Dani Holgado und David Alonso standen stärker im Fokus, wenn es um mögliche Deals ging. Sogar innerhalb von Intact GP wirkte Teamkollege Senna Agius zunehmend auf einen MotoGP-Wechsel vorbereitet, mit starken Verbindungen zu Tech3 KTM. Doch nach Mugello hellte sich die Erzählung um Gonzalez kurz auf: Berichte brachten ihn mit Trackhouse Aprilia in Verbindung, nachdem es im Vorjahr bei einem Test in Aragonien zu einer Abwesenheit von Enea Ogura wegen einer Verletzung gekommen war.

In Balaton Park kühlten diese Trackhouse-Gerüchte jedoch wieder ab. Nach seinem Sieg in Ungarn sagte Gonzalez, er befinde sich weiterhin in derselben Lage wie zuvor und habe keine neuen Informationen. „Ich bin in der exakt gleichen Position wie…“, sagte er, bevor er abschließend meinte: „Ich hoffe, dass ich etwas sagen kann, aber ich kann nicht. Ich kann nicht, weil ich nichts habe.“ Er lachte am Ende der Aussage, doch die Botschaft war klar: Trotz seiner Ergebnisse gibt es aktuell keinen bestätigten Weg.

Die Unsicherheit fällt in eine Phase, in der sich die Situation bei Trackhouse verändert. Das Team ist vom Wechsel von Ai Ogura zu Yamaha für das nächste Jahr betroffen, während die Zukunft von Raul Fernandez als „ungewiss“ beschrieben wird – wegen einer 2026 uneinheitlichen Form. Da zudem Davide Brivio voraussichtlich zu Honda wechseln wird, könnten sich Fernandez’ Aussichten noch weiter verkomplizieren. Zusätzlich kursiert bei Trackhouse eine weitere Story: Die starken Gerüchte, dass Enea Bastianini in seinem KTM-Vertrag eine Ausstiegsklausel ziehen und zu Trackhouse wechseln könnte. Theoretisch würde das noch Platz für einen weiteren Fahrer lassen – möglicherweise auch Gonzalez –, doch das ungarische Ergebnis brachte keine Klarheit.

Gonzalez’ Aussagen spiegeln außerdem die größere Realität wider, wie Meisterschaften in der Moto2 gewonnen werden: Nicht nur über die Schlagzeilen-Siege, sondern auch über die Fähigkeit, Punkte in schwierigen Wochenenden zu schützen. Er verwies auf „schwierige Momente“, die Titel entscheiden. Bei 22 Rennen zählt jeder Punkt, und die Fahrer müssen bereit sein für Strecken, auf denen sie „ein bisschen mehr leiden werden“. Er betonte, dass selbst wenn es schief läuft, die Meisterschaft weiterhin Konstanz verlangt: „Austin war ein schwieriges Rennen, und wir haben trotzdem P5 gemacht“, sagte er. „Um eine Meisterschaft zu gewinnen, sind die entscheidenden Momente also nicht heute [die Siege]. Das sind die schwierigen Momente.“

Auch die Quellen brachten die Möglichkeit ins Spiel, dass Gonzalez’ Nationalität eine Rolle dabei spielen könnte, wie Chancen verteilt werden. Der Artikel deutete an, dass sein spanischer Pass gegen ihn arbeiten könnte – vor allem, weil andere spanische Fahrer wie Holgado mit Gresini Ducati Richtung MotoGP unterwegs sind, und David Alonso zwar in Spanien geboren ist, aber unter der kolumbianischen Flagge fährt und mit Honda in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig heißt es, dass es einen Vorstoß gibt, die Nationalitäten auf dem Grid zu diversifizieren – was Fahrern wie dem australischen Agius Tür geöffnet hat.

Vor diesem Hintergrund ist es zwar schwer, Gonzalez’ Bereitschaft für die MotoGP abzutun. Dennoch bleibt die Frage nach dem Sitz für 2027 vorerst ungelöst, und sein eigenes Fazit nach Ungarn – „Ich habe nichts“ – bringt die Lücke zwischen seinem Meisterschafts-Impuls und dem Mangel an bestätigten Antworten auf den Punkt.

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