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CARLO PERNAT SAGT, DASS MARC MARQUEZ NACH HARTEM ASSEN-LAUF STRUGGELT

30 Jun·

Nachdem Marc Marquez nach aufeinanderfolgenden Siegen in Ungarn und Tschechien in Assen angekommen war, waren die Erwartungen hoch, dass der siebenfache MotoGP-Weltmeister den nächsten Coup, also einen Dreifacherfolg, schaffen könnte. Doch beim Dutch Grand Prix wurde es schwierig: Marquez wurde Siebter, während Ai Ogura für Trackhouse gewann – vor Raul Fernandez und Jorge Martin.

Das Ergebnis löste eine Debatte darüber aus, ob Marquez nach den beiden Erfolgen wirklich wieder in Bestform ist. Carlo Pernat, eine bekannte MotoGP-Persönlichkeit, widerspricht der vorherrschenden Meinung. Er ist überzeugt, dass der 33-Jährige aktuell kämpft – sowohl körperlich als auch mit seiner Ducati.

Pernat machte deutlich, dass die Probleme sichtbar gewesen seien, wie Marquez das Wochenende gemanagt habe. „Man muss sagen: Marquez kämpft. Marquez kämpft – das muss man anerkennen“, sagte Pernat. Er fügte hinzu, dass der Spanier „körperlich kämpft“, auch wenn andere es anders sehen. Als weiteren großen Faktor nannte Pernat das Motorrad: Marquez „ringt“ damit, und die Ducati „muss immer noch sortiert werden“.

Seiner Ansicht nach liegt die Herausforderung nicht nur darin, schnell zu fahren, sondern sich ständig anzupassen. Er erklärte, dass die Maschine „nicht einfach gehorcht“ und „Anpassungen mit unterschiedlichen Taktiken“ erfordert. Um die generelle Ducati-Variabilität zu verdeutlichen, verwies Pernat auf Pecco Bagnaia: Bagnaia könne zuweilen sehr schnell wirken, zu anderen Zeiten nicht – eine Inkonsistenz, die Pernat mit dem Bedarf an fortlaufendem Setup und taktischen Änderungen in Verbindung bringt.

Auch die Reifenentscheidung von Marquez in Assen sieht Pernat als Hinweis auf Schwierigkeiten. Pernat sagte, dass Marquez und sein Bruder die einzige Fahrer gewesen seien, die den weichen Hinterreifen nutzten, während alle anderen die harte Mischung wählten. Eine solche Entscheidung sei etwas, das Teams treffen, wenn sie in Schwierigkeiten sind: „Das sind die Arten von Entscheidungen, die man trifft, wenn man in Schwierigkeiten ist – speziell bei technischen Problemen.“ Er verglich das zudem mit einem „Reifenspiel“: Üblicherweise sei das ein Schritt, den Fahrer weiter hinten im Feld machen, um sich eine Chance zu erarbeiten.

Neben den technischen und körperlichen Aspekten deutete Pernat auch mentale Verwirrung an. „Vielleicht gibt es in seinem Kopf auch ein bisschen Verwirrung“, sagte er, bevor er hinzufügte, Marquez brauche Zeit weg: „Warten wir auf das nächste Rennen in Sachsenring, und dann wird es eine wohlverdiente Pause geben – er braucht sie mehr als jeder andere.“

Nachdem Marco Bezzecchi in Assen einen schweren Sturz erlitten hatte, verschob sich das Bild in der Gesamtwertung: Jorge Martin übernahm die Führung. Marquez bleibt auf Rang fünf, 153 Punkte – 40 Zähler hinter Martin. Der nächste Lauf ist in zwei Wochen am Sachsenring geplant. Dort wird der Fokus darauf liegen, ob Marquez nach einem Wochenende zurückkommen kann, das Pernat sowohl als körperliche Belastung als auch als Hinweis auf weiterhin ungelöste Probleme mit dem Motorrad interpretiert.

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