CASEY STONER SAGT, ER HAT IMMER NOCH „GEHEIMNISSE“, UM MARC MARQUEZ AUF PHILLIP ISLAND ZU BEZWINGEN
7 Jul·

Casey Stoner glaubt, dass er auch nach mehr als einem Jahrzehnt seit seinem Rücktritt aus der MotoGP noch das nötige Know-how hat, um Marc Marquez auf Phillip Island zu schlagen. Der australische Ausnahmekönner war in seiner Premierklassen-Zeit berühmt dafür, auf der Strecke übermächtig zu sein: Dort sicherte er sich 2011 seinen zweiten Weltmeistertitel und gewann ein Jahr später auch sein letztes Rennen am Austragungsort. Insgesamt umfasste Stoners Serie auf Phillip Island sechs aufeinanderfolgende MotoGP-Siege – damit war es seine erfolgreichste Strecke, produktiver als Lusail in Katar, wo er viermal gewann.
Stoners Beziehung zu Phillip Island reicht jedoch weiter zurück als die MotoGP. In den kleineren Klassen wurde sein Bilanz an der Strecke als weniger beeindruckend beschrieben: Nur ein Podium, zwei Ausfälle und zwei Platzierungen im Mittelfeld bei fünf Einsätzen. Doch sobald er in der Premierklasse ankam, änderten sich seine Ergebnisse drastisch – und halfen dabei, Phillip Island zu einem der herausragenden Strecken seiner Karriere zu machen.
Marquez ist seinerseits ebenfalls regelmäßig eine Bedrohung am australischen Kurs. In der MotoGP hat er vier Siege auf Phillip Island geholt; mit einem Triumph in der 125-ccm-Klasse im Jahr 2010 steigt die Zahl auf fünf. Die Quellen hoben zudem zwei besonders eindrucksvolle Auftritte hervor: ein episches Vierkampf-Duell im Jahr 2015 sowie ein Comeback im Jahr 2024, bei dem Marquez sich von Startplatz 13 aus – auf einem Ducati von einem Jahr zuvor – zurückkämpfte.
Auf die Frage, die Stoner am vergangenen Wochenende bei Ducatis „Race of Champions“ gestellt wurde, ob er Marquez bei seinem Heimrennen noch ausbremsen könne, antwortete Stoner: „Ich glaube, ich habe dort immer noch ein paar Geheimnisse, die den Unterschied machen würden.“ Die Aussage war auch eine Erinnerung daran, dass Stoner trotz seines MotoGP-Rücktritts 2012 in den Testjahren weiterhin schnell blieb.
Das Wochenende brachte außerdem eine separate Frage an Marquez: Mit welchem früheren Champion er am liebsten zusammen fahren würde. Er nannte einen weiteren australischen Star, Mick Doohan, und sagte: „Ich meine, Stoner vielleicht.“ Außerdem fügte er hinzu, dass er die Daten vergleichen konnte, weil Marquez 2013 in die MotoGP eingestiegen ist, während Stoner 2012 fuhr. Marquez kam zu dem Schluss, dass er sich – wenn er aus einer anderen Ära wählen müsste – für Doohan entscheiden würde.