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DI GIANNANTONIO SAGT, DASS SICH DER DUCATI-AERO-WECHSEL TROTZ SONNTAGSSTURZ LOHNT

12 Jul·

Das Sachsenring-Wochenende von Fabio Di Giannantonio bot für den VR46-Piloten ein gemischtes Bild: Der Schwung vom Sprint-Podium am Samstag wurde am Sonntag durch einen frühen Sturz im Grand Prix überschattet. Nach dem Sprint betonte Di Giannantonio die Bedeutung jedes einzelnen Ergebnisses: „Jeder Punkt zählt!“ Das Podium ermöglichte es ihm, auf den WM-Spitzenreiter Jorge Martin wieder Boden gutzumachen und den Rückstand vor der Sommerpause auf 13 Punkte zu verkürzen.

Der Grand Prix endete für „Diggia“ jedoch schon nach etwas mehr als drei Runden. Während der Verfolgung von Ai Ogura stürzte er, der anschließend den zweiten Platz belegte. Di Giannantonio sagte, er habe zunächst Probleme verstanden, was genau schiefgelaufen sei. „Was genau schiefgelaufen ist, müssen wir selbst noch herausfinden. Denn die Daten, die wir bisher analysieren konnten, waren eine exakte Kopie der vorherigen Runde. Lenkwinkel, Gasstellung, Geschwindigkeit, Fahrwerk – alles war genau gleich wie zuvor. Das ist seltsam, aber in unserem Sport fügen sich viele kleine Dinge zusammen, die sich nicht immer erklären lassen.“

Anstatt lange beim Vorfall zu verweilen, ordnete Di Giannantonio den Sturz als einen seltenen, klaren Fehler ein. „Es war der erste große Fehler in diesem Jahr. Es ist ärgerlich, dass er passiert ist, aber irgendwann musste es eben passieren.“

Ein entscheidender Punkt vor dem Sonntag war die Abstimmung des Motorrads. Di Giannantonio war mit einer anderen aerodynamischen Konfiguration in den Grand Prix gegangen als jener, die am Samstag zum Einsatz kam. Er erklärte die Gründe für die Änderung: „Unser Bike hat am Samstag sehr gut funktioniert. Deshalb sind wir zu dem Schluss gekommen, dass kein großes Risiko besteht, wenn wir im Warm-up eine andere Aero-Konfiguration testen. Wenn es nicht so funktioniert hätte, wie wir es wollten, hätten wir sie einfach wieder entfernt – und wir hätten trotzdem ein Bike für ein Podium gehabt. Ich habe gesehen, dass Marc und Alex Marquez diese Aero schon nutzen, und auf dieser Strecke hat es tatsächlich besser funktioniert.“

Trotz des Rückschlags am Sonntag blieb Di Giannantonios Gesamtbilanz vor der Sommerpause positiv. Er beschrieb die Saison als produktiv und auf unterschiedlichen Strecken durchgehend schnell, hob aber auch hervor, wie eng der WM-Kampf inzwischen geworden ist. „Ich sehe viel Gutes! Wir hatten jede Menge starke Ergebnisse, Podien und bisher einen Sieg, und wir liegen nur 24 Punkte hinter dem Gesamtführenden – wir haben eine fantastische Saison. Wir sind immer schnell, und das auf verschiedenen Strecken. Ich genieße jeden Moment! Das ist das Wichtige, und genau das nehmen wir mit in die Sommerpause.“

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