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DUCATI-DIREKTOR SAGT, MARQUEZ UND ACOSTA KÖNNTEN 2027 TEAMREIBUNG AUSLÖSEN

13 Jul·

Dass Ducati Pedro Acosta für die kommende Saison ins Team holt, hat die Erwartungen – aber auch die Fragen – sofort steigen lassen, wie er und Marc Marquez im selben Garage-Umfeld miteinander auskommen werden. Acosta ist nach seinem KTM-Engagement für einen Zweijahresvertrag bestätigt worden und wird bei Ducati mit Marquez zusammenarbeiten, während Francesco Bagnaia zu Aprilia wechseln soll. Die Entscheidung wird als großer Schritt für die Zukunft von Ducati dargestellt: Acosta gilt als Fahrer, der das Tempo und die Intensität mitbringen kann, nach denen Ducati seit Langem sucht.

Die Möglichkeit von „Funken“ ist dabei nicht nur Spekulation aus dem Fahrerlager. Ducati-Direktor Mauro Grassilli hat eingeräumt, dass bei zwei extrem starken Charakteren im selben Team durchaus „Reibung“ entstehen könnte. In einem Gespräch auf dem YouTube-Kanal #ZamTube erklärte Grassilli, dass Ducati bei der Verpflichtung auf Leistung und Einstellung setzt – nicht auf den Hintergrund. Das Team schaue darauf, ob ein Fahrer es schaffe, Ducati-Fans für sich zu gewinnen. „Wir schauen nicht auf Pässe, wir schauen nicht auf Nationalität, aber wir schauen sehr wohl auf Leistung und wir schauen sehr wohl auf die Einstellung“, sagte Grassilli. Er betonte zudem, dass die Fanbasis für Ducati zentral ist, und dass Acosta genau das verkörpert, was das Team von einem Ducati-Fahrer erwartet. „Pedro verkörpert aus unserer Sicht all diese Eigenschaften und Qualitäten eines Ducati-Fans“, fuhr Grassilli fort. Er beschrieb Acosta als „extrem schnell und extrem aggressiv“ – positiv gemeint – und sagte, es gehe vor allem darum, diese Leidenschaft langfristig in die richtigen Bahnen zu lenken: „Meiner Ansicht nach hat er dieselbe Leidenschaft tief in sich wie wir; wir müssen ihm nur helfen, das über die Zeit hinweg zu realisieren. Das ist alles.“

Auf die direkte Frage, ob er sich Sorgen um eine mögliche Reibung zwischen Acosta und Marquez macht, fiel Grassillis Antwort zwar vorsichtig, aber nicht abwimmelnd aus. „Ja, aber Reibung muss erst entstehen“, sagte er und argumentierte, Ducati würde die interne Konkurrenz lieber steuern, als sie von Rivalen aufgezwungen zu bekommen. Er verwies darauf, dass Ducati es bevorzugt, zwei starke Fahrer zu haben und die Dynamik zu managen – statt zwei starke Fahrer „gegen uns“.

Grassilli brachte außerdem frühere Team-Situationen als Erklärung dafür, warum das Worst-Case-Szenario nicht zwangsläufig eintreten muss. „Also könnte es ein bisschen Reibung geben, weil beide extrem starke Fahrer sind; wir kennen Marc gut, aber Pedro noch weniger, aber versuchen wir, es besser zu managen. Beide sind Profis, denkt dran?“

Anschließend zog er Parallelen zu früheren Ducati-Wechseln: Zwar hätte es bei der Ankunft von Enea theoretisch Reibung geben können, am Ende sei es jedoch nicht dazu gekommen. Ähnliche Bedenken habe es auch gegeben, als Marquez zu Ducati kam – doch auch diese Spannungen seien nicht real geworden. „Wir hatten ein Problem, als Enea kam – es hätte Reibung geben können, aber am Ende gab es keine; bei Marc hätte es Reibung geben können, aber es gab keine, also könnte es passieren“, sagte er. „Ich glaube, wir sind reif genug, um das zu handhaben.“

Marquez hat derweil bereits Unterstützung für Acostas Ankunft signalisiert. Er stimmte zu, dass die Verpflichtung der richtige Schritt für Ducati und die Ausrichtung der Mannschaft sei. Auch Acosta selbst hat die Idee einer persönlichen Rivalität heruntergespielt und betont, es gebe keine „Rivalität“ mit Marquez. Dennoch deutet die größere Erzählung rund um das Duo darauf hin, dass Ducati möglicherweise eine der spannendsten – aber möglicherweise auch angespanntesten – Fahrer-Kombinationen vorbereitet: Beide sollen hart pushen, um gleichwertiges Material und Top-Ergebnisse zu erreichen.

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