Skip to content
64°

DUCATI WEIGERT SICH, KTM BEI DER MOTORHILFE ZU UNTERSTÜTZEN, WÄHREND 2027 850CC-REGELN SPANNUNG ENTZÜNDEN

17 Jul·

Der Wechsel von Pedro Acosta zu Ducati hat ihn in dieser Saison in eine unangenehme Lage gebracht: KTM soll die Auswirkungen von Ducatis Weigerung spüren, bei Fragen zur Motor-Zuverlässigkeit zu helfen. Ducati hat bestätigt, dass Acosta ab 2027 zum italienischen Werksteam wechselt, nachdem sein KTM-Vertrag endet. Zu Beginn der MotoGP-Saison unter den neuen 850-ccm-Regeln soll der Spanier mit Marc Marquez zusammenarbeiten. Der Wechsel erfolgt, nachdem Ducati Francesco Bagnaia ersetzt hat – doch vorerst ist Ducati nicht bereit, KTM dabei zu unterstützen, die Zuverlässigkeitsprobleme zu lösen, die das österreichische Team derzeit plagen.

Im Kern geht es um KTM’s Anfrage, die versiegelten Motoren öffnen zu dürfen, um die Ursache wiederkehrender Ausfälle zu identifizieren. Laut TodoCircuito wandte sich KTM über die Motorsport Manufacturers Association (MSMA) an andere Hersteller, um „Hilfe“ zu erhalten – konkret ging es darum, die Erlaubnis zu bekommen, die Siegel zu brechen und die Motoren zu untersuchen. Ducati soll den Vorschlag jedoch blockiert haben, ab 2027 nur ein Motorrad einzusetzen. Diese Weigerung wird damit in Verbindung gebracht, warum Ducati KTM bei der aktuellen Zuverlässigkeits-Untersuchung nicht unterstützt.

KTM’s Probleme sind auf der Strecke sichtbar: Es kommt zu Motor-Abschaltungen ohne Vorwarnung. Der Bericht verweist auf einen Sturz mit Marquez und Acosta beim Großen Preis von Katalonien als Hinweis darauf, dass KTM mit ernsthafter technischer Instabilität zu kämpfen hat – die Motoren würden demnach unerwartet aussetzen.

Bisher hat nur Aprilia signalisiert, KTM’s Plan zu unterstützen, die Motoren öffnen zu dürfen. Dieselbe Quelle legt nahe, dass Ducati zusammen mit Honda und Yamaha lieber sehen würde, dass KTM „schwieriger“ zurechtkommt, statt es ihnen durch den Zugang zu den versiegelten Einheiten leichter zu machen. Hintergrund dieser Haltung ist der größere Streit um Ducatis 2027er Ansatz für die Trainingssessions.

Ducatis Vorschlag für 2027 zielt darauf ab, die Anzahl der Motorräder im Training zu reduzieren: Die Idee ist, dass nur ein zweites Motorrad in der Garage bereitsteht – für Qualifying und Rennen. Doch die Konkurrenz hat bereits unmissverständlich klargemacht, dass sie den Plan „absolut nicht akzeptieren“ wird. Gerüchte, die im Bericht genannt werden, deuten darauf hin, dass der Vorschlag auch von Ducatis Überzeugung beeinflusst war, mit seinem 850-ccm-Prototyp weit vorne zu liegen. Zudem könnte die Begrenzung der Trainings-Ressourcen die Entwicklungsarbeit anderer Teams behindern.

Infolgedessen wird KTM als „die Hauptlast“ der Spannungen beschrieben, die durch das gescheiterte Abkommen über das Konzept mit nur einem Motorrad im Training entstanden sind. Da KTM’s Zuverlässigkeitsprobleme sie nun zwingen, Zugang zu den versiegelten Motoren zu suchen, ordnet der Bericht Ducatis Weigerung als Teil eines größeren Konkurrenzkonflikts ein – nicht als rein technische Entscheidung.

Für Acosta könnte die Situation allerdings nicht vollständig negativ sein. Der Bericht argumentiert, er könne Ducatis „kleinliche“ Reaktion auf KTM’s Anfrage „sogar richtig gut finden“, weil der Streit mit Ducatis Selbstvertrauen in Richtung der 850-ccm-Ära zusammenhängt. Wenn Ducati KTM nicht hilft, könnte das bedeuten, dass das österreichische Team zusätzlich durch Zuverlässigkeitsprobleme gestört wird – und damit die Konkurrenz in den entscheidenden Sessions noch weiter von der Spitze entfernt bleibt.

Der Bericht hält außerdem fest, dass Acosta seine Suche nach dem ersten MotoGP-Grand-Prix-Sieg trotz seines Talents fortsetzt. Er verknüpft das sowohl mit den technischen Schwierigkeiten bei KTM als auch mit der Gesamtleistung des Teams. Seit Acosta 2024 bei Tech3 debütierte, so der Bericht, haben Ducati-Fahrer 41 Rennen gewonnen, Aprilia-Fahrer 10 und Honda-Fahrer eins – ein Hinweis darauf, wie dominant Ducati im Vergleich zum Rest des Feldes sind.

Mit Blick auf Acostas Ankunft wird Ducatis Zuversicht zusätzlich durch Jorge Martins Aussage gestützt, Ducati habe ihm gesagt, dass ihr 850-ccm-Motorrad auf einer Runde in Mugello nur „1,6 Sekunden“ langsamer sei als ihre 1.000-ccm-Maschine. Da Acosta zu Ducati für die 850-ccm-Regeln wechselt und Marquez sein Teamkollege wird, könnten die kommenden technischen und politischen Schlachten – insbesondere rund um den Motorzugang und die Trainingsressourcen – mit darüber entscheiden, wie schnell das Feld den von Ducati wahrgenommenen frühen Vorteil einholt.

View sources