GÜNTHER STEINER SAGT, TECH3 BRAUCHT NEUES SPONSORENGELD, UM WEITER ZU INVESTIEREN
5d ago·
Das MotoGP-Wochenende in Deutschland auf dem Sachsenring brachte 2026 erneut einen neuen Zuschauerrekord und war damit bereits das fünfte Jahr in Folge, in dem die Veranstaltung eine Bestmarke setzte. Über vier Tage kamen insgesamt 261.831 Zuschauer. Am Donnerstag und Freitag zusammen waren es 70.754, am Samstag 92.654 und am Renntag 98.423. Die Tribünen waren sowohl am Samstag als auch am Sonntag ausverkauft.
Laut Speedweek ist der Sachsenring-Lauf das zweitgrößte Einzel-Sportevent in Deutschland – nur das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring liegt darüber. Die Zahlen werden als weiterer Beleg für die wachsende Popularität der MotoGP gewertet.
Tech3-KTM-Teamchef Günther Steiner, der das Team im vergangenen Jahr gemeinsam mit weiteren Investoren von Hervé Poncharal übernommen hatte, sagte, dass das Ausmaß des Sports ein entscheidender Faktor sei, wenn es darum gehe, langfristige kommerzielle Unterstützung zu sichern. Er arbeitet derzeit mit Sponsoren daran, ein attraktives Paket für die kommenden Jahre zu schnüren.
Steiner argumentierte, dass die MotoGP nicht nur für Unternehmen relevant ist, die bereits im Motorsport aktiv sind. „Die MotoGP ist nicht nur interessant für Partner, die in diesem Bereich arbeiten, sondern auch für Außenstehende“, sagte er. Seiner Ansicht nach liege die Herausforderung darin, dass viele externe Firmen unterschätzen, wie groß die Meisterschaft tatsächlich ist.
Er erläuterte die finanzielle Realität für die Teams: „Wenn du Geld holen willst, kannst du nicht einfach nur innerhalb bleiben. Sonst drehen wir nur das Geld – wir brauchen neues Geld.“ Steiner ergänzte, dass der erste Schritt darin bestehe, potenzielle Sponsoren darüber aufzuklären, was die MotoGP bietet. „Wir müssen den Unternehmen erklären, was wir tun, wie gut der Sport ist und was er gibt. Dann werden die Leute auch interessiert.“
Steiner verwies zudem auf den Kontrast zwischen der Reichweite der MotoGP und ihrer Sichtbarkeit in den Mainstream-Medien in Deutschland. Er zeigte sich überrascht, dass das Sachsenring-Event – obwohl es zu den größten im Land gehört – sich immer noch fast regional anfühlt und außerhalb der Kern-Fangemeinde kaum Beachtung findet.
Um seinen Punkt zu verdeutlichen, nannte er andere große Motorsport-Zuschauerzahlen: „Nach Le Mans kommen 300.000 Leute, und am Sachsenring sind es weit über 200.000“, sagte er und stellte diese Besucherzahlen damit genau als das dar, was externe Sponsoren verstehen müssen.