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HODGSON SAGT, MARQUEZ’S SACKSENRING-FEIERLICHKEITEN WAREN DAZU GEDACHT, EINE NACHRICHT ZU SENDEN

6d ago·

Marc Marquez’ makelloser Lauf beim Großen Preis von Deutschland hat ihn nicht nur wieder an die Spitze der Ergebnisliste gebracht, sondern auch eine neue Debatte darüber ausgelöst, wie weit er bereit ist zu gehen, um seine Rivalen zu verunsichern. Nach einem perfekten Wochenende auf dem Sachsenring sicherte sich der amtierende Weltmeister den Sieg und feierte so, wie MotoGP-Experte Neil Hodgson glaubt, dass dabei mehr als nur Spaß transportiert wurde.

Der Sieg in Deutschland war Marquez’ zweiter kompletter Durchmarsch der Saison und unterstrich erneut, warum der Sachsenring seine erfolgreichste Strecke ist. Das Ergebnis befeuerte außerdem direkt seinen Schwung im Titelkampf: In der Tabelle liegt er nun nur noch 18 Punkte hinter Jorge Martin. Das ist eine dramatische Veränderung gegenüber dem 101-Punkte-Rückstand, den er nach seiner Rückkehr von einer Verletzung in Mugello hatte – ein Zeichen dafür, wie schnell er sich wieder in den Kampf um die Krone zurückgemeldet hat.

Hodgsons Fokus galt jedoch nicht nur dem Rennsport. Nach dem Rennen wurde Marquez in der Boxengasse dabei gesehen, wie er auf eine Trommel schlug, während Ducati-Ingenieure bei den Feierlichkeiten „ein Boot ruderten“. Hodgson sagte, dass das Geräusch sogar aus dem TV-Compound zu hören gewesen sei – einem Ort, der als weit von der Boxengasse entfernt beschrieben wird – und argumentierte, dass Timing und Lautstärke der Feier möglicherweise darauf ausgelegt waren, mehr zu stören als zu unterhalten.

In seinem Podcast „Gas It Out“ sagte Hodgson, das Getöse „hat einen Grund“ und sei darauf gerichtet gewesen, „alle zu zertrümmern“. Er erklärte, dass die Zeit nach dem Rennen der Moment sei, in dem viele Fahrer mit ihren Dateningenieuren zusammensitzen, Leistungsinformationen durchgehen und „die krummen Linien analysieren“. Seiner Ansicht nach kommen Trommel und Gesänge genau dann, wenn Fahrer und Teams versuchen, sich darauf zu konzentrieren, was gut oder schief gelaufen ist – und die Ablenkung könne frustrierend sein.

Hodgson stellte die Feierlichkeiten zudem als psychologisches Signal an den Rest des Fahrerfelds dar. „Das ist nur eine Erinnerung: Der König ist zurück, und da ist nichts, was ihr tun könnt, weil ich euch zerstören werde“, sagte er und ergänzte, dass die Spielchen Teil des größeren Gesamtbildes seien.

Beim Vergleich von Marquez’ Vorgehen mit früheren Rivalen verwies Hodgson auf die Geschichte ähnlicher Taktiken. Er sagte, er habe darüber nachgedacht, wer diese Art von Mind-Game-Atmosphäre zuerst genutzt habe: Damals sei es Lorenzo gewesen, der das gemacht habe, und er habe mit seinen Eskapaden „wirklich viele Leute genervt“. Anschließend stellte Hodgson Rossi gegenüber und sagte, Rossi „habe nie so etwas gemacht“.

Insgesamt war zwar Marquez’ Leistung beim Großen Preis von Deutschland die Schlagzeile, doch Hodgsons Kommentare zeichneten die Feierlichkeiten als weiteres Element seines Comebacks – als klare Warnung an alle, die ihn in der WM noch einholen wollen.

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