JACK MILLER WILL AN DEN JÜNGSTEN FORTSCHRITT VOR DEM TSCHECHISCHEN GP IN BRNO ANKNÜPFEN
1d ago·
Jack Miller geht mit einer klaren Botschaft in den Tschechischen Grand Prix in Brünn: Der jüngste Aufwärtstrend stimmt zwar hoffnungsvoll, doch die tatsächliche Leistungsfähigkeit in der MotoGP muss Rennen für Rennen erneut bewiesen werden. Nach einem Startcrash beim Ungarn-GP konnte der Pramac-Yamaha-Pilot dem Sturz entkommen und wurde am Ende Achter. Dabei profitierte er vom Chaos, zeigte aber zugleich, dass die M1 in passenden Bedingungen durchaus ein solides Tempo liefern kann.
Miller freut sich auf Brünn, einen Kurs, auf dem er in der Vergangenheit bereits erfolgreich war. „Ich freue mich wirklich auf Brünn. Das ist eine Strecke, auf der ich in der Vergangenheit Erfolg hatte, und letztes Jahr hatten wir dort ein richtig starkes Rennen“, sagte er. Außerdem verwies er auf den Rhythmus der vergangenen Wochen: Nach Balaton hatte er sich eine kurze Pause gegönnt, um sich auf die Kondition zu konzentrieren, bevor er in den finalen Abschnitt vor der Sommer-Pause ging. „Die letzten Wochen liefen gut. Es war schön, nach Balaton eine kurze Pause zu haben, sich auf das Konditionstraining zu fokussieren und sich auf diese letzte Phase vor der Sommerpause vorzubereiten“, ergänzte Miller.
Die Aussagen des Australiers spiegeln ein breiteres Fortschrittsgefühl im Yamaha-Lager wider. Miller betonte, dass die Ergebnisse der jüngsten Rennen in die richtige Richtung gehen, auch wenn das Team noch nicht nah genug an die Spitze heranreicht. „Die Ergebnisse aus den letzten Rennen entwickeln sich in die richtige Richtung, und das ist für uns alle ermutigend“, sagte er. „Das Ziel ist jetzt einfach, diesen Fortschritt weiter anzuschieben, weiter zu verbessern und das Beste aus einem sicherlich wieder wichtigen Wochenende für uns herauszuholen.“
Auch Pramac-Teammanager Gino Borsoi stellte Brünn als wichtigen Maßstab für das Yamaha-V4-Projekt heraus und hob Verbesserungen sowohl beim Chassis als auch bei der Elektronik hervor. Borsoi bezeichnete Brünn als „fantastische Rennstrecke“ und „eine der schönsten Strecken im gesamten MotoGP-Kalender“. Er machte deutlich, dass Motorleistung zwar weiterhin entscheidend bleibt – vor allem auf längeren Beschleunigungsabschnitten – Pramac jedoch davon ausgeht, dass man inzwischen einen stärkeren Ausgangspunkt hat als zu Saisonbeginn. „Dank des Fortschritts, den wir beim Chassis und bei der Elektronik gemacht haben, sind wir viel besser aufgestellt als zu Beginn der Saison“, sagte Borsoi.
Entscheidend ist laut Borsoi vor allem, dass das Team Trends beobachtet und nicht nur einzelne Resultate. „Es ist ermutigend, dass wir in den letzten Rennen kontinuierlich näher an die Punkte herangerückt sind und den Abstand zu den Fahrern, die um den Top-10-Kampf kämpfen, verringert haben. Dieser Trend ist wichtiger als jedes einzelne Ergebnis“, erklärte er. Brünn werde zeigen, wie stark sich das Gesamtpaket im Vergleich zum Jahresstart verbessert habe, auch wenn noch Arbeit nötig sei. „Wir wissen, dass noch Arbeit vor uns liegt, aber der Weg, den Yamaha gewählt hat, ist der richtige, und wir sind zuversichtlich, dass wir weiter vorankommen“, sagte Borsoi.
Trotz der Zuversicht wartet auf Miller in Brünn jedoch eine harte Aufgabe. Der Bericht von Speedweek hob hervor, dass Yamaha auf einer schnellen Strecke, auf der Beschleunigung besonders wichtig ist, aktuell nicht unbedingt genau in diesem Bereich seine größten Stärken hat – was bedeutet, dass ein weiteres Top-10-Ergebnis möglicherweise schwer zu wiederholen sein wird.