JACK MILLER LOBT SENNA AGIUS UND ANDERE JUNGE AUSTRALIER, DIE FÜR MOTOGP DRÄNGEN
4d ago·

MotoGP-Veteran Jack Miller ist überzeugt, dass Australiens nächste Talentwelle mehr als nur einen Namen umfasst. Als herausragenden Fahrer in der Moto2 nennt er Senna Agius, hebt aber auch die Fortschritte weiterer junger Talente hervor, die sich in den unteren Klassen durchsetzen. In einem Gespräch mit dem französischen Magazin Auto Hebdo wurde Miller nach der aktuellen Generation australischer Fahrer gefragt, die in den Nachwuchskategorien Erfahrung sammelt – unter anderem im Red Bull Rookies Cup.
Agius gilt weithin als der unmittelbarste Kandidat, um Australiens langjährige Präsenz in der Königsklasse am Leben zu halten. Miller verwies darauf, dass Australien in der MotoGP historisch stark vertreten war – unter anderem durch die Erfolge von Mick Doohan und Casey Stoner. Da Mills eigene MotoGP-Karriere ihrem Ende entgegengeht, sagte er, dass die Serie eines australischen Fahrers in der Premier Class gefährdet sein könnte. Agius sei dabei die einzige klare Option, um dies im kommenden Jahr sicherzustellen. Agius wird mit einem Tech3-Sitz in Verbindung gebracht, während das französische Satellitenteam seine Entscheidungen für die neuen MotoGP-Regelungen abwägt. Miller räumte jedoch auch ein, dass Agius in der Moto2 Konkurrenz von seinem Rivalen Manuel Gonzalez hat.
Obwohl Agius aktuell der auffälligste Australier in der Zwischenklasse ist, betonte Miller, dass es auch andere Nachwuchsfahrer gibt, die „eine fantastische Arbeit“ leisten. „Senna Agius macht eine fantastische Arbeit“, sagte Miller. Er ergänzte: „Wir haben auch ein paar junge Fahrer, die aus dem Red Bull Rookies Cup nachkommen, und Joel Kelso ist in Moto3. Das Niveau ist im Moment stark.“
Miller machte außerdem deutlich, dass Australien derzeit in jeder der drei relevanten Kategorien einen Fahrer stellt: Agius in der Moto2, Joel Kelso in der Moto3 und Archie Schmidt im Red Bull Rookies Cup. Er ging auf ihre aktuellen WM-Positionen ein – Kelso und Schmidt liegen auf P18 bzw. P24 – hob aber hervor, dass das Gesamtniveau der Gruppe vielversprechend ist. „Wir haben in jeder Kategorie einen Fahrer, das ist ziemlich schön. Das kommt und geht je nach Epoche“, sagte er. „Diese beiden haben es auf die harte Tour geschafft, genauso wie ich. Es ist gut zu sehen, dass sie Erfolg haben. Ich freue mich für sie – und auch für den australischen Motorsport.“
Auf die Frage, ob er jemals darüber nachgedacht habe, eine eigene Academy aufzubauen, um jüngeren Fahrern den Schritt nach oben zu erleichtern, antwortete Miller: „Irgendwann, ja.“ Gleichzeitig machte er klar, dass es nur dann sinnvoll wäre, wenn die Rahmenbedingungen und die richtigen Leute stimmen: „Wenn ich den richtigen Typen treffe, mit der richtigen Einstellung, und er Hilfe braucht, dann ist das definitiv etwas, das ich in Betracht ziehen würde.“