JACK MILLERS GEHALTSFORDERUNGEN GEFÄHRDEN DEN WECHSEL ZU DEN WELT-SUPERBIKES 2027
14 Jul·

Der geplante Wechsel von Jack Miller in das World-Superbike-Programm von Yamaha für 2027 soll Berichten zufolge auf eine Hürde gestoßen sein. Die Verhandlungen sollen derzeit an den Gehaltsvorstellungen des 31-Jährigen scheitern. Miller galt nach seinem Scheitern, für die kommende Saison einen MotoGP-Sitz zu ergattern, weithin als möglicher Kandidat für den Wechsel zu WSBK, zumal die meisten Plätze im Grid bereits vor 2027 vergeben sind.
Beim Sachsenring-Wochenende hieß es, MIllers nächstes Ziel sei das Yamaha World Superbike Team. Da jedoch nur noch eine geringe Zahl an MotoGP-Sitzen theoretisch frei ist, taucht sein Name in keinen weiteren MotoGP-Gerüchten auf. Stattdessen hat Miller deutlich gemacht, dass ein Wechsel der Kategorie nur dann erfolgt, wenn seine Vertragsforderungen erfüllt werden. Damit steht Yamaha vor der Gefahr, dass das, was Miller verlangt, nicht mit dem übereinstimmt, was das WSBK-Projekt bereit ist zu bieten.
Laut Speedweek fordert Miller 1 Mio. Euro pro Jahr (rund 850.000 Pfund), um in einem seriennahen Motorrad-Wettbewerb anzutreten. Der Bericht behauptet, diese Summe „passt nicht“ zu den Plänen von Yamaha und Ducati. Yamaha wird dabei als die naheliegendste Option dargestellt, weil Miller enge Verbindungen zum Werksteam in der MotoGP hat. Gleichzeitig wird aber auch Ducati als mögliche Alternative genannt – unter anderem nach MIllers früherem Engagement beim italienischen Team, das mit dazu beigetragen habe, den Aufstieg zur Dominanz in der Königsklasse anzustoßen.
Aktuell verdient Miller in der MotoGP bei Pramac 2,2 Mio. Pfund pro Jahr. Ein Wechsel zu dem Berichten zufolge angesetzten WSBK-Gehalt würde einem Rückgang von mehr als 60% entsprechen. Der gleiche Bericht hält außerdem fest, dass Miller sich lautstark dafür eingesetzt habe, dass Fahrer das bekommen, was ihnen zusteht, und dass er eine wichtige Rolle bei der Einführung einer Mindestlohnbestimmung für 2027 in der MotoGP gespielt habe.
Mit der Regeländerung für die MotoGP 2027 muss jeder Fahrer im Grid mindestens 500.000 Euro erhalten. Der Artikel weist darauf hin, dass diese Untergrenze im oberen Bereich dessen liegt, was Top-World-Superbike-Fahrer Berichten zufolge verdienen. Das könnte erklären, warum Yamaha und Ducati möglicherweise zögern, Millers Forderung von 1 Mio. Euro zu erfüllen.
Speedweek ergänzt, dass Honda und BMW die von Miller verlangten Konditionen „bezahlen könnten“, falls sie sich entscheiden würden, ihn anzugehen.