JACK MILLER SAGT, YAMAHA HAT NACH DEM AUSFALL DES TOP-10-TRIALS BEI DEN SUZUKA-8-STUNDEN DIE CHANCE VERPASST
4 Jul·

Das Yamaha-Wochenende bei den Suzuka 8 Hours nahm eine unerwartete Wendung: Der am Samstag angesetzte Top-10-Trial wurde abgesagt, wodurch das Startfeld ausschließlich nach den Qualifying-Zeiten vom Freitag festgelegt wurde. Für Jack Miller und das Yamaha Factory Racing Team war das mehr als nur eine Formalie – vor allem, weil sie zuvor das Gefühl hatten, ihr volles Potenzial nicht abrufen zu können. Miller startet am Sonntag von Platz fünf und zeigte sich enttäuscht über die Absage, betonte aber zugleich, dass ein Regenrennen auch Chancen für Yamaha bieten könne. Der Schlüssel liege nun auf Fehlervermeidung und einem sauberen Rennen, wobei man in der Vorbereitung bereits eine gute Richtung gefunden habe – unter anderem in der Night Practice und Free Practice 2.
Katsuyuki Nakasuga bedauerte die Absage besonders, weil sie den Fans die Möglichkeit nahm, den Angriff der Fahrer im Top-10-Format zu sehen. Er akzeptierte die Entscheidung aus Sicherheitsgründen, nannte sie aus Team-Sicht jedoch „eine riesige Schande“, gerade weil Miller und Andrea Locatelli „unglaublich motiviert“ für die Session gewesen seien. Nakasuga erklärte außerdem, dass die Unterbrechung seinen eigenen Rhythmus erschwert habe, die Arbeit aber weiterhin auf das Rennen ausgerichtet gewesen sei. Auch er bleibt bei möglichem Regen ruhig und sieht „Rache“ bei den 8 Hours nur über den Einsatz im Rennen selbst: Am Ende gehe es darum, alles zu geben.
Andrea Locatelli teilte die Enttäuschung und verwies darauf, dass die Unterbrechungen im Verlauf des Wochenendes die Möglichkeiten begrenzten, Schwung aufzubauen. Er meinte, es wäre interessanter gewesen, wenn man im Nassen zumindest eine Qualifying-Session für die Top-10-Teams hätte durchführen können, ähnlich wie es in anderen Serien bei Regen und superpole-ähnlichen Formaten schon praktiziert wurde. Zudem störten ihn die wiederholten Red Flags, die die Anzahl der absolvierten Runden reduzierten. Dennoch freut er sich darauf, als Yamaha-Werkspilot im Rennen anzutreten, und betonte, dass zum Erfolg mehr gehört als nur schnelles Fahren: Auch das Handling von Backmarker und perfektes Pit-Work seien entscheidend. Mit Erfahrung aus dem Vorjahr will Locatelli nun den kompletten Paket-Ansatz noch besser umsetzen.
Mit dem Startfeld ohne Top-10-Trial und Regen als realistischem Szenario sind sich die Yamaha-Fahrer einig: Das Motorrad schützen, Fehler vermeiden und die Richtung, die man bereits im Training gefunden hat, konsequent nutzen – denn in Suzuka liefert letztlich das Rennen selbst die wahren Antworten.