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JORGE LORENZO SAGT, DASS MARC MÁRQUEZ DREI VORTEILE AUF LINKS IN DER TITELJAGD HAT

6d ago·

Jorge Lorenzo glaubt, dass Marc Marquez im Titelkampf um die MotoGP-Krone 2026 noch „Trumpfkarten“ hat. Dabei verweist er auf einen konkreten Vorteil bei drei Rennen in der zweiten Saisonhälfte. Lorenzos Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem Marquez nach seiner Rückkehr von einer OP stark zurückgekommen ist: Nach seinem ersten Rennen nach der Operation beim Italien-Grand-Prix im Mai lag er noch 102 Punkte hinter der Spitze, inzwischen beträgt der Rückstand nur noch 18 Punkte auf den ersten Platz. Vor ihm liegt zudem Marco Bezzecchi, der zwar nach Mugello geführt hatte, seitdem aber nur 13 Punkte geholt hat.

Lorenzo betonte, dass Marquez in den jüngsten Rennen den Schwung gedreht hat: Der amtierende Weltmeister hat seit dem Italien-GP drei der vier Grands Prix gewonnen und zusätzlich zwei Sprint-Siege eingefahren. In dieser Phase hat Marquez in den letzten vier Rennen mehr Punkte geholt als jeder andere Fahrer; über die letzten drei Runden hinweg erzielte nur Ai Ogura mehr Punkte.

In seinem Duralavita-Podcast argumentierte Lorenzo, dass Marquez’ Vorteil nicht nur an der aktuellen Form liegt, sondern auch an Streckeneigenschaften, die zu seinem Fahrstil passen. „Er hat drei Trumpfkarten, die die anderen nicht haben – das sind diese drei Strecken mit einer gegen den Uhrzeigersinn angelegten Streckenführung“, sagte Lorenzo laut Motosan. Anschließend nannte er die Rennstrecken: „Erstens Aragon, dann Phillip Island am Ende, und Valencia, das ist das letzte [Rennen].“ Lorenzo fügte hinzu, dass sich der Vorteil besonders dann als entscheidend erweisen könnte, wenn Marquez mit sehr engem Abstand in der Gesamtwertung zu diesen Events kommt: „Wenn er dort mit der Klassifizierung sehr nah dran ist, kann er einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben. „Die anderen Fahrer haben diesen spezifischen Trumpf nicht, der wirklich den Unterschied macht.“

Außerdem erklärte Lorenzo, warum linke Kurven für Marquez so wichtig sind. „Ich denke, wenn du auf eine Strecke kommst, die linke Kurven hat, wie diese drei, hast du eine 80- bis 90-prozentige Chance, zu gewinnen.“ Dem stellte er Strecken entgegen, auf denen rechte Kurven dominieren – dort wirke das Fahrerfeld ausgeglichener: „Auf Strecken mit vielen rechten Kurven sind die Dinge hingegen viel ausgeglichener. Diese Meisterschaft wird super interessant.“

Lorenzo verwies zudem auf Marquez’ Vorliebe für Links-Layouts anhand seiner Bilanz am Sachsenring. Dort gibt es nur drei rechte Kurven im Vergleich zu 10 linken, darunter sieben linke Kurven, die sich durch den zweiten und dritten Streckenabschnitt aneinanderreihen. Marquez unterstrich diese Affinität, indem er am vergangenen Wochenende (10.–12. Juli) am Sachsenring gewann: Es war sein 10. Sieg in der Premier Class und zugleich das Gleichziehen mit Giacomo Agostinis Rekord für Siege auf einer einzigen Strecke.

Weiterhin verwies Lorenzo auf Marquez’ Historie in Aragon: Insgesamt hat er dort acht Siege, davon sieben in der Premier Class – darunter vier aufeinanderfolgende Siege zwischen 2016 und 2019. Außerdem erinnerte er an die Bedeutung von MotorLand für Marquez’ Ducati-Zeit: Dort feierte er seinen ersten Sieg, nachdem er Honda für Ducati verlassen hatte – mit einem Doppelerfolg aus Sprint und Grand Prix im Jahr 2024.

Valencia sei jedoch der Punkt, an dem Lorenzos Argument differenzierter wird. Er sagte, die Zahlen seien für Marquez „weniger solide“, weil er seit 2023 nicht mehr dort gefahren sei und seit 2019 bei keinem Rennen auf der Strecke ins Ziel gekommen sei. Dennoch hat Marquez dort drei Siege über alle Klassen hinweg, und er hat auch in Titelentscheidungen bereits geliefert: Er wurde 2013 und 2017 jeweils Dritter – Jahre, in denen er die Meisterschaft in Valencia sicherte.

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