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JORGE MARTIN UND AI OGURA BESTÄTIGEN YAMAHA-WECHSEL FÜR DIE SAISON 2026

9 Jul·

Jorge Martin und Ai Ogura haben beide bestätigt, dass sie zur kommenden Saison ihre aktuellen MotoGP-Hersteller verlassen und zu Yamaha wechseln. Damit steht zum Start in die 850-ccm/Pirelli-Ära ein völlig neues Werksduo im Fokus. Martin, der die Gesamtwertung anführt, wechselt von Aprilia zu Yamaha, während Ogura – derzeit Vierter in der Tabelle – nach zwei Jahren bei Trackhouse in den vollen Werksstatus aufsteigt.

Martin stellte die Entscheidung als persönliche und familienorientierte Wahl dar und nicht als technischen Tiefencheck. „Ich will nicht wirklich zu tief darauf eingehen, aber ich treffe immer Entscheidungen, von denen ich denke, dass sie besser für mich sind – für meine Familie und für meine Zukunft“, sagte er. Außerdem verwies er auf ein Muster, bei dem er dann wechselt, wenn er glaubt, dass es seinem langfristigen Weg hilft: „Es ist das Gleiche, als ich im ersten Moment Ducati gewählt habe, dann Aprilia, und jetzt Yamaha. Also schauen wir mal, was die Zukunft bringt.“

Ogura ging derweil ähnlich vorsichtig mit einer ausführlichen Begründung um. „Es gibt so viele Dinge, also werde ich das hier nicht erklären. Ich habe es einfach als etwas Gutes für mich gesehen, deshalb habe ich mich dafür entschieden“, sagte er. Mit Blick nach vorn betonte er, dass der eigentliche Maßstab für den Wechsel die Ergebnisse sein werden: „Wie stark wir sein können – das werden wir in der Zukunft wissen.“

Für den japanischen Fahrer ist die Chance, für ein Werk zu fahren, das zu seiner Heimatmarke passt, ein entscheidender Faktor. „Als japanischer Fahrer ist es wirklich wichtig, eine Werksmaschine zu bekommen – besonders für die japanische Marke“, sagte Ogura. Zudem hob er die Bedeutung eines starken Teamkollegen hervor: „Und auch einen starken Teamkollegen wie Jorge zu haben, ist wirklich wichtig. Das wird interessant.“

Der Wechsel erfolgt, obwohl Yamaha derzeit in der Konstrukteurswertung zu kämpfen hat. Gleichzeitig sitzen Martin und Ogura in der Fahrerwertung jeweils auf Platz eins und vier. Martin spielte die unmittelbare Bedeutung der Titelkonstellation herunter: „Ehrlich gesagt, ich kümmere mich jetzt nicht darum, ob ich Erster, Zweiter, Dritter oder was auch immer bin. Das ist eher nebensächlich. Die Meisterschaft ist ziemlich offen. Alle sind stark. Man weiß nie, ob man [die Führung] lange halten kann. Also schaue ich nicht wirklich darauf.“ Er betonte, dass sein Fokus weiterhin darauf liegt, sein aktuelles Aprilia-Paket zu verbessern: „Ich will einfach meine Vorbereitung mit Aprilia fortsetzen. Ich habe im letzten Rennen gesehen, dass mir immer noch sehr viel Tempo gefehlt hat. Sicher, ich bin gut gestartet, aber die Leute von Trackhouse waren viel schneller als ich. Also muss ich meine Leistung verbessern. Und schauen wir mal, ob wir hier die Gelegenheit haben.“

Vor dem Deutschland-Event setzte Ogura ein klares kurzfristiges Ziel: „Unser Ziel für dieses Wochenende ist es, unter die Top sechs zu kommen. Der Sachsenring ist für mich immer eine schwierige Strecke gewesen, und letztes Jahr hatten wir hier ziemlich viel Probleme.“

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