JORGE MARTIN SAGT, DASS ER AUF DEM MOTOCROSS-BIKE SEKUNDEN AN JACK MILLER VERLIERT
1d ago·

Jorge Martin hat in einem Interview über die Rolle gesprochen, die Motocross in seiner Vorbereitung auf die MotoGP spielt – und dabei zog er einen bemerkenswerten Vergleich zu Jack Miller von Pramac Racing. In einem Gespräch auf dem Podcast „Gypsy Tales“ erklärte der MotoGP-Weltmeister von 2024, wie er erstmals mit dem Dirt-Riding in Kontakt kam und warum er es bis heute als festen Bestandteil seines Trainings betrachtet.
Martin sagte, seine Motocross-Laufbahn habe 2013 begonnen, als ein Freund seines Vaters ihm einen KTM aus dem Jahr 2007 zum Training überließ, weil sie „kein Geld hatten, um einen zu kaufen“. Er erinnerte sich daran, dass er, bevor er ein richtiges Motorrad hatte, auf ein kleines Pitbike beschränkt war – mit einer Kartbahn-ähnlichen Streckenanlage. Diese Erfahrung habe ihn schließlich in Richtung Moto3 geführt. Mit der Zeit, so fügte er hinzu, habe er die Technik entwickelt: „Ich war nicht super, aber nach ein paar Jahren habe ich angefangen, die Technik zu bekommen.“
Auf die Frage nach seinen Erfahrungen mit Motocross-Maschinen beschrieb Martin, wie er an das Bike herangeht und welchen Trainingsnutzen er darin sieht. Er sagte, er habe „den Instinkt“, und dass seine Gasgewohnheit aggressiv bleibt, auch wenn er scherzt, dass er dabei „durchdreht“: „Das Gas ist immer offen, auch wenn ich immer sage, dass ich durchdrehe.“ Außerdem betonte er, dass er die Arbeit selbst genießt – inklusive „ein paar Whips zu machen“ – und ordnete Motocross als eine Möglichkeit ein, Fähigkeiten aufzubauen, die sich auf das Fahren mit zwei Rädern in der MotoGP übertragen lassen.
Der auffälligste Teil seiner Aussagen kam, als Martin sein Tempo im Gelände mit dem von Miller verglich. Nachdem der Moderator angedeutet hatte, Martin fahre auf einem Motocross-Bike ziemlich gut, antwortete Martin, er sei nicht so schnell wie Miller, und beschrieb den Australier als „super stark“. Martin sagte, er verliere gegen Miller im Dirt Zeit und fügte hinzu: „Ich glaube, ich verliere drei oder vier Sekunden, aber für mich ist das in Ordnung.“ Er betonte zudem, dass seine Einheiten lang genug seien, um sinnvoll zu sein: Er könne Fahrten von „25 bis 30 Minuten“ absolvieren, was er als „gutes Training“ einstuft.
Miller lobte Martin nicht nur wegen der reinen Geschwindigkeit. Er hob hervor, dass Millers Fähigkeiten auf dem Motocross-Bike so beeindruckend seien, dass er sie aus seiner Sicht nicht einmal annähernd erreichen könne – ein Hinweis darauf, dass Miller auf einem Niveau unterwegs ist, das schwer zu kopieren ist. Die Kernaussage, die aus Martins Worten mitschwang, ist: Motocross bietet ein anspruchsvolles Trainingsumfeld. Da Fahrer nicht an ihren eigenen Testtagen mit den Prototypen teilnehmen können, mit denen sie in der MotoGP fahren, wird die Arbeit im Dirt zu einem wichtigen Werkzeug, um sich zu konditionieren und Muskelgedächtnis auf rutschigen Untergründen aufzubauen.
Im Podcast wurde Motocross außerdem als breitere Trainingsmethode im MotoGP-Umfeld thematisiert. Laut Bericht nutzt Valentiono Rossis VR46 Riders’ Academy eine Dirt-Strecke auf Rossis Ranch in Tavullia – beschrieben als eine 2,5 km lange Anlage –, um junge Fahrer an ihre Grenzen zu bringen. Dabei wurde auch Rossis Betonung von Motocross in diesem Entwicklungsweg aufgegriffen, unter anderem mit seiner jüngsten Erwähnung des Moto2-Fahrers Senna Agius nach einem „super beeindruckenden“ Auftritt auf der Ranch.