LIBERTY MEDIA UND SILVERSTONE WERDEN FÜR VERSÄUMNISSE BEIM PROMOTION VON MOTO GP BEIM BRITISCHEN GP 2026 KRITISIERT
7 Jul·

Der Sieg von Charles Leclerc beim Großen Preis von Großbritannien 2026 in der Formel 1 in Silverstone zog laut einem Bericht ein Rekordpublikum an – und ein MotoGP-Beobachter meint, das hätte eine große Werbechance für die Zweiradserie sein müssen. Silverstone, als „Zuhause“ des britischen Motorsports beschrieben und Austragungsort sowohl von Top-4- als auch von Zweirad-Rennen, stellte beim F1-Event über vier Tage einen neuen Allzeit-Besucherrekord auf: 564.000 Fans wurden am Circuit in Northamptonshire gezählt. Am Renntag kamen 175.000, am Donnerstag waren es 72.000 – obwohl es an diesem Tag keine Action auf der Strecke gab.
Im Kontrast dazu verweist der gleiche Autor auf den zuletzt ausgetragenen MotoGP-British-GP in Silverstone (2025) als Hinweis darauf, dass das Rennen offenbar nicht das gleiche Interesse weckt. Bei der dreitägigen Ausgabe 2025 lag die Gesamtzahl bei 99.000 Besuchern, davon nur 40.500 am Renntag. Der Artikel bewertet das als deutlichen Rückgang: Die Zuschauerzahlen seien 2025 um 20 Prozent niedriger als 2024 gewesen und nahezu 50 Prozent unter dem Niveau, das das Rennen vor einem Jahrzehnt erreicht hatte.
Der Beitrag argumentiert, dass das Defizit nicht allein mit mangelnder Werbung zu erklären sei, sondern auch mit Termin- und Timing-Faktoren. So habe MotoGP den British GP 2025 auf denselben Tag gelegt, an dem die Premier-League-Saison 2024/25 endete – eine Entscheidung, die der Autor als „dumm“ bezeichnet. Zudem sei die Nähe zur Isle of Man TT in die Entscheidungen der Zulieferer eingeflossen: Viele Anbieter hätten die TT offenbar als die sicherere Option gesehen. Der Autor ergänzt, dass es 2026 weniger Ausreden geben sollte, weil der MotoGP-British-GP für den 7.–9. August angesetzt ist.
Trotz dieses späteren Datums sieht die Lage laut Artikel weiterhin problematisch aus: Mit weniger als einem Monat bis zum Rennen behauptet der Bericht, dass viele MotoGP-Tickets weiterhin im Verkauf seien. Der zentrale Kritikpunkt richtet sich jedoch darauf, wie MotoGP im F1-Wochenende behandelt wird. Der Autor sagt, Liberty Media – als Eigentümer sowohl von F1 als auch MotoGP beschrieben – hätte die F1-Zuschauer viel stärker nutzen können, um MotoGP einem deutlich größeren Publikum zu präsentieren. Abgesehen von seltenen kurzen Werbespots auf den großen Bildschirmen habe es kaum sichtbare Anstrengungen gegeben, die Aufmerksamkeit auf das Motorrad-Event zu lenken.
Der Autor beschreibt den Gesamteindruck so, als „inszeniere“ Silverstone MotoGP beim F1-Meeting nur in minimalem Umfang, was darauf hindeutet, dass Strecke und Liberty Media die Chance auf die Bühne verpasst hätten. Er räumt zwar ein, dass F1 verständlicherweise den Fokus auf das eigene Rennen legen wolle, betont aber: Da Liberty Media beide Rechte kontrolliert, wäre eine stärkere Cross-Promotion nicht schädlich gewesen.
Der Artikel nennt außerdem die Struktur des F1-Programms als möglichen zusätzlichen Ansatzpunkt für mehr MotoGP-Sichtbarkeit. Silverstones Zeitplan habe lange Pausen zwischen vielen Sessions auf der Strecke enthalten. In diesen Intervallen, so der Autor, hätten MotoGP-Showeinlagen laufen können, um die Aufmerksamkeit der bereits vor Ort befindlichen Zuschauer zu gewinnen.
Um zu unterstreichen, warum der Autor der Meinung ist, dass die Promotion entscheidend sein sollte, verweist der Beitrag auf Silverstones Ruf, starken MotoGP-Sport zu liefern. Als Beispiel dient das Ergebnis des British GP 2025: Marco Bezzecchi gewann, nachdem Fabio Quartararo ausgeschieden war. Der Artikel erwähnt dabei ausdrücklich, dass Quartararos Yamaha-Heckhöhenverstellungs-Vorrichtung stecken geblieben sei, als er die Führung innehatte – und stellt das Rennen trotz der Zuschauerprobleme als eine Veranstaltung mit hochwertiger Action dar.
Am Ende kommt der Autor zu dem Schluss, dass MotoGP und die britischen Fans bei der Rückkehr nach Silverstone erneut mit demselben visuellen Problem konfrontiert sein könnten – leeren Tribünen und Abdeckungen über Sitzplätzen –, obwohl der Circuit laut Behauptung zu den besten Rennen des Jahres beitragen kann.