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MEHRERE FAHRER KRITISIEREN KTM’S VERTRAGSVERHANDLUNGEN IM ZUGE DES VIÑALES-STREITS

3h ago·

Die Verhandlungen von KTM mit MotoGP-Fahrern geraten erneut unter die Lupe, nachdem Maverick Viñales einen öffentlichen Streit über seine Zukunft wieder angefacht hat. Nachdem KTM Alex Márquez und Fabio Di Giannantonio als Teil der Werksaufstellung für die neuen 2027-Regeln angekündigt hatte, warf Viñales dem Management des österreichischen Teams vor, von einem Vertrag zurückzuweichen, der seiner Aussage nach bereits unterschrieben gewesen sei. Der Konflikt entwickelte sich rasch zu einer breiteren Debatte darüber, wie KTM mit Fahrer-Deals umgeht.

Ein Bericht, auf den Motorsport.com in seiner spanischen Ausgabe verwies, deutet darauf hin, dass die Situation nicht einzigartig ist. Er beschreibt ein Muster in Mattighofen: Mehrere ehemalige KTM-Piloten hätten demnach von einer „fehlenden Empathie“ gesprochen, wenn es um Vertragsverhandlungen geht. Der gleiche Beitrag nennt Johann Zarco, Remy Gardner, Iker Lecuona und Raul Fernández als Fahrer, die – auf unterschiedliche Weise – die Auswirkungen von KTM’s harter Rekrutierungs- und Bindungsstrategie zu spüren bekamen.

Zarcos Erfahrung wird als frühes Beispiel dargestellt: Obwohl der Franzose 2019 als „Aushängeschild“ von KTM verpflichtet worden war, habe er sich mit der Maschine schwergetan und sei nach nur 13 Rennen wieder entlassen worden. Ähnlich abrupt sei die Zeit von Lecuona bei Tech3 gewesen: Der Spanier sei entfernt worden, bevor er sein Potenzial vollständig zeigen konnte. Gardners Ausstieg soll von einer klaren Ansage begleitet gewesen sein: Ihm sei angeblich nach nur einem Jahr gesagt worden, er sei „nicht professionell genug“. Für Fernández berichtet man, er sei faktisch dazu gedrängt worden, den Schritt in die MotoGP mit Tech3 zu machen, obwohl er eigentlich in der Moto2 bleiben wollte, um den WM-Titel anzugreifen.

Im aktuellen Viñales-Fall argumentieren KTM-Kritiker, dass die Verhandlungsdynamik die Fahrer verwundbar macht. Ein Vertreter der Fahrerseite, der sich auf die berichtete „fehlende Empathie“ bezieht, sagte, das Kernproblem sei, dass KTM „alle Karten in der Hand behalten“ wolle. Das Vorgehen bezeichnete er als „missbräuchlich“ und fügte hinzu, es bringe die Gegenseite „in eine sehr ungünstige Position“.

Obwohl KTM für die nächste Saison zwei Rennsieger von Ducati verpflichtet hat, wirft der Streit die Frage auf, ob die Rekrutierungstaktik dem Team langfristig Beziehungen im gesamten Fahrerfeld schaden könnte. Der Bericht legt nahe, dass KTM, falls es weiterhin „falsche Schritte“ macht, Gefahr läuft, für Top-Fahrer zur unattraktivsten Option zu werden.

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