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MARC MARQUEZ HOLt AUF DIE 2026-MOTOGP-SPITZE AUF, WÄHREND MARCO BEZZECCHI AUSRUTSCHT

13 Jul·

Marc Marquez’ Comeback hat das Titelbild in der MotoGP 2026 neu geformt: Beim Großen Preis von Deutschland hat er die Meisterschaftsentscheidung faktisch enger um sich herum gezogen, während seine Rivalen in einer Phase uneinheitlicher Ergebnisse straucheln. Nach seinem Sieg am Sachsenring schloss Marquez auf den dritten Platz liegend bis auf 18 Punkte an die Spitze heran, während Marco Bezzecchi – der zu Beginn noch Maßstab war – auf Rang vier zurückfiel.

Bezzecchis Saisonverlauf hat eine dramatische Wendung genommen. Der Italiener war nach den ersten drei Rennen stark gestartet. Zwar wirkte sein Sonntags-Tempo zuvor trotz einer schwächeren Sprint-Quote unaufhaltsam, doch dann lieferte er jeweils einen zweiten Platz in Spanien und Frankreich. Die dominanten 1-2-Ergebnisse von Aprilia beim Heimrennen von Ducati in Italien schienen eine neue Phase zu bestätigen – Bezzecchi in Kontrolle, und offenbar bereit, seinen Vorsprung Richtung Sommer auszubauen.

Doch sein Momentum brach ein. In den letzten vier Rennen ist das Muster gnadenlos: ein DNF in Ungarn, nachdem er von seinem Teamkollegen aus dem Rennen genommen wurde, ein Sturz im Brno-Sprint, eine Disqualifikation beim Grand Prix, nachdem er einen Streckenposten (Marshal) getroffen hatte, und in Assen ein schwerer Sturz – gefolgt von einem Schlüsselbeinbruch nach einem Q2-Sturz in Deutschland. Zwischen Ungarn und Deutschland holte er nur 13 Punkte, während Marquez – trotz eigener früherer Probleme – in derselben Spanne 119 Punkte sammelte.

Marquez’ Aufstieg ist untrennbar mit der körperlichen Geschichte hinter seiner Saison verbunden. Der Sturz am Samstag beim Französischen Grand Prix ließ ihn mit einem gebrochenen Fuß zurück. Später beschrieb er, dass er dabei die Wahrheit über Nervenschmerzen in seinem rechten Arm erkannt habe und dass ihn das dazu gebracht habe, seine Operation nach vorne zu verlegen. Sein Comeback in Mugello wurde als Wochenende des Überlebens gerahmt, und er beendete es mit 102 Punkten Rückstand auf Bezzecchi. Marquez sagte in dieser Phase wiederholt, er sei noch nicht im Kampf.

Nach Deutschland erklärte Marquez, dass sein Vorgehen nun davon geprägt sei, was er körperlich leisten kann – vor allem mit dem rechten Arm. „Ich verstehe nichts. Ich habe das schon im letzten Rennen gesagt“, sagte er nach dem deutschen GP, bevor er ergänzte, er greife dort an, wo es sich für ihn gut anfühlt, und überlebe dort, wo die Strecken schwierig sind. Außerdem machte er klar, was seiner Meinung nach verbessert werden müsse, um wirklich um die WM zu kämpfen: „Es stimmt, dass ich, wenn wir um die Weltmeisterschaft kämpfen wollen, ein paar Punkte verbessern muss – den rechten Arm. Das ist der einzige Punkt, den ich verbessern muss.“ Mit Blick auf die Sommerpause sagte er, er werde sich mental ausruhen, aber auch hart am rechten Arm arbeiten: „Ich muss sehr hart am rechten Arm arbeiten, vor allem an den schwachen Punkten… Es gibt ein paar Stellen, an denen ich einfach das Motorrad fahre; ich bin auf dem Motorrad, aber ich kann nicht mit meinem Körper spielen. Also genau dort will ich arbeiten.“

Am Sachsenring war Marquez’ Sieg nicht einfach nur ein weiteres Ergebnis: Es war sein 10. Sieg beim Deutschen Grand Prix in der Königsklasse und sein 13. Erfolg in allen Kategorien. Er betonte, dass es am Wochenende aus körperlicher Sicht keine Einschränkung gegeben habe, obwohl er weiterhin mit einer verletzten rechten Schulter kämpfte, die er sich letzten Oktober zugezogen hatte. Dass er gewinnen konnte, während nahe Rivalen strauchelten, hat den Meisterschaftseffekt zusätzlich verstärkt.

Der Kontrast zu Bezzecchi ist deutlich, doch der größere Titelkampf bleibt instabil. Die Quellen beschreiben 2026 als unberechenbarer als in den vergangenen Jahren: Noch hat kein Fahrer eine durchgehende Dominanz aufrechterhalten können. Bezzecchis drei aufeinanderfolgende Sonntags-Siege zu Beginn der Saison wurden seitdem nicht mehr erreicht, und er hat keinen einzigen Sprint gewonnen. Marquez sticht als einziger Fahrer neben sich selbst hervor, der 2026 drei oder mehr Sonntagsrennen gewonnen hat – dazu vier Sprints. Außerdem gehört er zu nur zwei Fahrern (neben Jorge Martin), die sowohl einen Sprint-Sieg als auch einen Grand-Prix-Sieg im selben Wochenende geholt haben.

Auch die Rolle von Jorge Martin im Titelbild wird infrage gestellt. Nach einem schwierigen Barcelona-Wochenende hatte er noch so gewirkt, als könne er Bezzecchi gefährden, doch die Ergebnisse blieben aus. In Brno wurde er durch eine doppelte Long-Lap-Strafe ausgebremst, und in Assen wurde er vom Trackhouse-Duo geschlagen. Martin glaubt, dass das Team sich von dem Setup entfernt hat, das in der ersten Saisonphase funktioniert hat. „Ich denke, jetzt sind wir ziemlich weit weg von dem Motorrad, das wir in der ersten Saisonphase in Austin, in Brasilien, in Le Mans genutzt haben“, sagte er. Er fügte hinzu, dass andere Fahrer stabiler wirken, weil sie wissen, was sie haben, während sich seine Seite der Box ständig an jedes neue Rennen anpasst – etwas, das er mittlerweile bezweifelt: „Von meiner Seite der Box aus versuchen wir immer, das Motorrad an die unterschiedlichen Strecken anzupassen, um mir zu helfen, aber vielleicht ist das nicht der Weg für die Aprilia. Also müssen wir verstehen, ob das so richtig ist.“

Trackhouses Stärke ist ein zentrales Nebenmotiv, mit Ai Ogura als Zweiter in Deutschland hinter Raul Fernandez. Oguras Pace wurde vor allem durch die Lücke zum führenden Aprilia-Fahrer hervorgehoben, und Fernandez deutete an, dass Ogura noch mehr lernen müsse, bevor er als echter Titelanwärter gelten könne.

Auch bei Ducati gab es Rückschläge. Fabio Di Giannantonio hätte Deutschland anführen können, doch er erzielte den ersten Nicht-Score am Sonntag der Saison, nachdem er beim Fahren auf Platz fünf stürzte. Er sagte, der Sturz habe ihn verwirrt, weil – wie er erklärte – die Daten zeigten, dass er in Kurve 10 nichts anders gemacht habe als in der vorherigen Runde. Zudem wurde laut Quellen darauf hingewiesen, dass bei Ducati das Aero-Paket für 2026 am Sonntag getestet wurde.

Mit dem näher rückenden Sommerurlaub ist der nächste Druckpunkt bereits sichtbar: Silverstone. Die Quellen rahmen es als „Überlebensrennen“ für Marquez, weil es nicht zu seinen stärksten Strecken zählt und die schnelle, im Uhrzeigersinn verlaufende Streckenführung für seinen rechten Arm und seine Schulter besonders fordernd sein könnte. Dennoch: Da Marquez nun Druck auf Aprilia ausübt, dem das Team in dieser Saison bisher nicht so intensiv ausgesetzt war, tritt der Titelkampf in die nächste Phase ein – mit einer Verschiebung hin zu dem Fahrer, der gewinnen kann, während die anderen Boden verlieren.

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