MARC MARQUEZ ERWARTET SCHWIERIGKEITEN AM SACHSENRING, SAGT ABER: DIE STRECKE IST ANDERS ALS ASSEN
8 Jul·

Marc Marquez rechnet beim deutschen MotoGP auf dem Sachsenring (10.–12. Juli) mit einem schwierigen Wochenende – vor allem aufgrund seines aktuellen Gesundheitszustands. Er ist jedoch überzeugt, dass die Charakteristik der Strecke die Situation besser beherrschbar macht als noch beim Assen-Rennen. Zwei Wochen zuvor hatte Marquez beim niederländischen Grand Prix mehr zu kämpfen als üblich: Im Sprint wurde er Sechster, im Rennen überquerte er ebenfalls als Sechster die Ziellinie, bevor er nach einem Verstoß gegen die Streckenbegrenzungen in der letzten Runde auf den siebten Platz zurückgestuft wurde.
Mit Blick auf Deutschland erklärte Marquez, dass sein Vorgehen in den Niederlanden bewusst konservativ gewesen sei, während er seine Kräfte nach Operationen im Mai nach dem französischen Grand Prix weiter aufbaute. „In Assen wussten wir von Anfang an, dass wir uns durchbeißen und leiden müssen, aber wir haben die Situation trotzdem gemeistert und wichtige Punkte für die WM geholt“, sagte er. „Hier auf dem Sachsenring ist das anders: Aus körperlicher Sicht werde ich sicherlich kämpfen, aber das Layout dieser Strecke erfordert weniger Energie. Wir können ganz im Windschatten der schnellsten Fahrer sein.“
Auch wenn Marquez nicht damit rechnet, körperlich in voller Schärfe zu sein, sieht er die Anforderungen des Sachsenrings als entscheidenden Faktor. Zudem verwies er auf seine langjährige Erfolgsbilanz dort: Insgesamt hat er 12-mal auf der Strecke gewonnen, darunter neun Siege in der Königsklasse.
Sein Ducati Lenovo Teamkollege Francesco Bagnaia geht in das deutsche Wochenende, nachdem er in Assen wegen Problemen mit den Bremsen ausgeschieden war. Auch er betonte, dass der Sachsenring nicht gerade zu seinen Lieblingsstrecken zählt. „Das Wochenende in Assen war kompliziert, und dass ich Sonntag mit einem Ausfall ins Ziel gekommen bin, hat mich wirklich enttäuscht – vor allem für die Arbeit, die das Team geleistet hat“, sagte Bagnaia. „Der Sachsenring gehört historisch nicht zu meinen bevorzugten Strecken, aber wir gehen mit größter Entschlossenheit in dieses Wochenende. Es wird entscheidend sein, ein gutes Ergebnis einzufahren, um diesen ersten Teil der Saison bestmöglich abzuschließen, bevor die Sommerpause beginnt.“
Bagnaia hat am Sachsenring eine Bilanz, die unter anderem einen Sieg im Jahr 2024 umfasst: Damals war Jorge Martin in der vorletzten Runde aus dem Rennen gestürzt. Für diese Ausgabe stellte Bagnaia die Herausforderung jedoch in den Mittelpunkt von Entschlossenheit und dem Ziel, starke Punkte zu sichern, während die Saison in Richtung Sommerpause läuft.