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MARC MARQUEZ SAGT, DASS DIE MOTOGP-WETTBEWERBSFÄHIGKEIT 2027 AUF PIRELLI-REIFEN ANKOMMEN WIRD

4 Jul·

Marc Marquez ist überzeugt, dass sich der wichtigste Wandel in der MotoGP für 2027 nicht aus Motor oder Chassis ergibt, sondern aus den Reifen. Im Gespräch mit DAZN über El Periodico verwies der Spanier auf einen großen technischen Umbruch für die kommende Saison: MotoGP soll auf 850-ccm-Motoren umstellen, vereinfachte Aerodynamik-Regeln einführen und Ride-Height-Geräte verbieten. Marquez argumentierte jedoch, dass die sportliche Balance woanders entschieden wird – nämlich daran, wie gut sich jeder Fahrer und jeder Hersteller an Pirelli anpasst.

„Die große Veränderung, die dafür sorgt, dass die Bikes und/oder Fahrer nächstes Jahr konkurrenzfähig sind und gewinnen, wird die Performance der Pirelli-Reifen sein. Entscheidend ist, wie jede Marke sich an die neuen Reifen anpasst – und vor allem, wie sie zu jedem einzelnen Fahrstil von uns passen, weil wir alle sehr unterschiedlich fahren“, sagte Marquez. „Für mich ist also der Schlüssel die Pirelli-Reifen, nicht die neuen Bikes.“

Diese Sicht ist besonders relevant für Toprak Razgatlioglu, der es bislang schwer hatte, seinen Rhythmus auf Michelin-Reifen zu finden, nachdem er in der World Superbike-Meisterschaft auf Pirelli-Compounds dominiert hatte. In der Berichterstattung wird Razgatlioglus Komfort mit dem neuen Gummi als möglicher Wendepunkt dargestellt.

Augusto Fernandez, der Razgatlioglu bei einem nicht öffentlichen Brno-Test auf der Strecke begleitet hatte, sagte, der türkische Fahrer wirke „viel komfortabler auf den Pirelli-Reifen“. Auch Pramac-Teamchef Gino Borsoi griff diese Idee auf und beschrieb Razgatlioglu als wieder „in der Welt, die er kennt“, wobei er einen vertrauteren Fahrstil als Grund nannte.

Der Reifenwechsel dürfte außerdem für Fahrer aus der Moto2-Riege von Bedeutung sein – darunter Diogo Moreira, Ai Ogura und der neue Gresini-Neuzugang Daniel Holgado –, während sich das Feld an die neuen Mischungen anpasst.

Razgatlioglu hatte zuvor die Hoffnung geäußert, sich im nächsten Jahr Marquez stellen zu können, und dabei ein Duell zwischen zwei Motorrad-Stars vor Augen. Zwar deutet der Artikel Marquez’ Historie an, wonach er bei einem Ducati, das zumindest „halbwegs konkurrenzfähig“ ist, ein Anwärter auf die vorderen Plätze sein könnte. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass die Lage von Yamaha Richtung Pirelli-Ära weiterhin weniger klar ist.

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