MARC MARQUEZ BESTÄTIGT INFORMELLE GESPRÄCHE MIT HONDA VOR SEINEM DUCATI-VERBLEIB
30 Jun·

Marc Marquez hat Einblicke gegeben, wie seine Ducati-Zukunft zustande kam – und betont, dass seiner Entscheidung nicht nur Gespräche mit dem Team vorausgingen. Nur wenige Tage, nachdem der Spanier einen neuen Zweijahresvertrag in der MotoGP mit Ducati bestätigt hatte, sagte er, er habe ein „informelles Gespräch“ mit Honda über eine mögliche Rückkehr zum japanischen Hersteller geführt. Laut einem Bericht, der zuerst El Periodico zugeschrieben wurde, fand die Unterhaltung am Freitag-Nachmittag beim Valencia-Grand-Prix statt – dem letzten Rennen der Saison 2025.
Marquez’ aktuelle Erklärung liefert dazu noch mehr Kontext. Im Gespräch mit DAZN sagte er, es wäre „sehr romantisch“ gewesen, zu Honda zurückzukehren, wo er von 2013 bis 2023 fuhr und sechs seiner sieben Titel in der Königsklasse gewann. Gleichzeitig stellte er klar, dass es nie formelle Verhandlungen gegeben habe. Er habe zunächst hören wollen, was Ducati zu sagen habe: „Honda ist Honda, und ich kenne dort viele Leute. Es gab nie ein formelles Treffen, weil ich zuerst hören wollte, was Ducati sagt“, so Marquez. Er ergänzte, dass es keinen Grund gegeben hätte, zu wechseln, falls Ducati ihm ein Angebot gemacht hätte, das er annehmen konnte – zu Bedingungen, bei denen er sich „respektiert“ fühlte. „Also gab es ein informelles Gespräch, aber ich habe sofort gesagt, dass ich zuerst Ducati anhören will. Von Anfang an hat es mit Ducati einfach gepasst, und das war das Wichtigste“, sagte er.
Marquez stellte die Entscheidung zudem als Frage von Prioritäten statt von Gefühlen dar. „Es wäre eine sehr romantische Geschichte gewesen, ganz ehrlich. Aber Romantik gehört eher in die Welt der Filme. Natürlich war es eine romantische Idee, und ich hatte definitiv den starken Wunsch, es zu tun. Aber ich gehe auf der Strecke ohnehin genug Risiken ein. Manchmal muss man Entscheidungen mit dem Kopf treffen, nicht mit dem Herzen – genau wie bei meiner letzten Entscheidung, die sich am Ende als gut herausgestellt hat“, erklärte er.
Auch die zeitliche Einordnung seiner Zusage überschneidet sich mit den größeren Plänen von Ducati. Der neue Vertrag hält Marquez bis zum Ende der Saison 2028 im Team. Zudem wurde bestätigt, dass Pedro Acosta ab dem nächsten Jahr Francesco Bagnaia ersetzen wird. Der neue Bericht hält fest, dass Acosta bereit gewesen sei, bei Honda zu unterschreiben, falls Marquez zurückkehren würde – doch dieses Szenario trat nie ein. Damit sollen die beiden ab 2027 in Ducati-Rot zusammenkommen.
Marquez’ Aussagen kamen nach einem schwierigen Wochenende in Assen. Dort wurde er Siebter, obwohl er seinen neuen Vertrag am liebsten mit einem Sieg beim Dutch Grand Prix gefeiert hätte. Ai Ogura gewann vor Raul Fernandez und Jorge Martin.