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MARC MARQUEZ SAGT, JORGE MARTIN WAR AUF DUCATI MARCO BEZZECCHI ÜBERLEGEN, BEVOR WECHSEL ZU APRILIA

5d ago·

Mit Blick auf die bevorstehende MotoGP-Sommerpause hat Marc Marquez ein eindrucksvolles Beispiel dafür genannt, wie stark das Motorrad die Leistung prägen kann – anhand des Duells zwischen Jorge Martin und Marco Bezzecchi. Martin führt die Gesamtwertung mit 22 Punkten Vorsprung auf seinen Aprilia-Teamkollegen, doch Bezzecchis jüngste Form wurde ausgebremst: Er ist in zwei der letzten drei Grand Prix nicht gestartet und ging beim Rennen in Assen, zwischen diesen Ausfällen, nicht ins Ziel. Dennoch gilt: Wenn beide Fahrer in denselben Rennen gewertet wurden, lag Bezzecchi fünfmal in sechs Fällen vorne. Auch im Qualifying führt Bezzecchi das direkte Duell mit 8:3.

Marquez’ Einschätzung, die er gegenüber MC News äußerte, drehte sich darum, was passierte, als beide noch auf Ducati fuhren. „Als sie in der Ducati waren, war Martin viel schneller als Bezzecchi“, sagte er. Seiner Ansicht nach hat sich das Bild nach dem Wechsel der beiden zu Aprilia erneut gedreht: „Dann, als sie zu Aprilia gewechselt sind, führt jetzt er Martin. In den Rundenzeiten war Bezzecchi sogar schneller als Martin. Also: Ist Bezzecchi besser als Martin? Ist Martin besser als Bezzecchi? Das hängt vom Fahrstil ab.“

Der Spanier verknüpfte dieses „hängt ab“ mit der Art, wie moderne Maschinen den jeweiligen Ansatz am Limit belohnen. „Es stimmt, dass die Bikes, die wir jetzt haben, es leichter machen, das Limit zu erreichen“, erklärte Marquez. „Du kommst also an ein Limit – und manchmal bist du im Qualifying sogar langsamer, wenn du über dieses Limit hinausfahren willst. Du musst am Limit des Motorrads fahren, nicht schneller.“ Er zog dazu den Vergleich zur Formel 1: „Es ist wie ein Formel-1-Auto. Du musst schnell und präzise sein, aber wenn du zu aggressiv bist und wegrutschst, verlierst du Performance. Das ist etwas, das man gut verstehen muss.“

Marquez merkte außerdem an, dass Martins erste Aprilia-Saison stark von Verletzungen beeinträchtigt war. Er verpasste nahezu alle Tests und nahm nur an 15 der 44 Rennen teil (inklusive Sprints) – womit ihm im Kilometerstand ein Rückstand gegenüber Bezzecchi blieb, der die komplette Saison absolvierte und zur führenden Stimme für die Weiterentwicklung des Bikes wurde. Vor diesem Hintergrund, so Marquez, könnte es auch erklären, warum die Aprilia Martin nun offenbar besser liegt.

Da Martin wieder vollständig fit ist, hat Massimo Rivola gesagt, dass seine beiden Fahrer gleichauf seien – obwohl Martins Wechsel zu Yamaha bereits absehbar ist.

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