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TOPRAK RAZGATLIOLU KÄMPFT IN DEN SPRINTS AM MEISTEN, OBWOHL ER 2026 BESSER WIRD

2h ago·

Razgatlioglus Rookie-Kampagne 2026 in der MotoGP zeigt zwar insgesamt eine stetige Entwicklung, doch ein Bereich sticht als großes Problem heraus: die Sprint-Rennen. Der Pramac-Pilot, der nach einer Überzeugung durch Yamaha einen Zweijahresvertrag beim Satellitenteam unterschrieben hat, kommt mit einer beeindruckenden World-Superbike-Bilanz in die Königsklasse – 2025 gewann er seinen dritten Titel –, aber der Wechsel in die MotoGP verläuft nicht reibungslos.

Ein zentrales Thema ist die Umstellung auf die Michelin-Reifen. Razgatlioglu hat die Lernkurve als etwas beschrieben, das seine Motivation zeitweise „zerstört“ habe, weil ihm die Anpassung so schwerfällt. Zwar verbessert er sich im Grand-Prix-Fahren insgesamt weiter, doch das Sprint-Format liegt ihm bislang nicht.

Laut den Sprint-Ergebnissen der Saison ist Razgatlioglu aktuell der schlechteste Vollzeitfahrer im Sprint-Ranking des gesamten Starterfelds. Würden Sprint-Rennen als eigener Wettbewerb unabhängig von den Grand-Prix-Resultaten gewertet, stünde er auf Platz 21 von 26 Fahrern, die in diesem Jahr mindestens einmal an einem Sprint teilgenommen haben. Nur fünf Fahrer wären noch hinter ihm – darunter ist allerdings nur Maverick Vinales ein Vollzeit-Kandidat. Vinales wäre zur Sommerpause in dieser Sprint-only-Tabelle auf Rang 23, und auch er konnte 2026 in den Sprints keinen einzigen Punkt holen. Der Bericht führt Vinales’ Lage auf eine Schulterverletzung zurück, die ihn drei Rennen lang außer Gefecht setzte.

Blickt man über Vinales hinaus, sind die einzigen Fahrer mit schlechterer Sprint-Bilanz über die ersten 11 Sprint-Rennen als Razgatlioglu: Augusto Fernandez, Iker Lecuona, Cal Crutchlow und Michele Pirro. Pramac kann dennoch einzelne vielversprechende Momente für den Neuzugang erkennen: Razgatlioglus bestes Sprint-Ergebnis bisher holte er in Runde neun in Brno, wo er als Elfter ins Ziel kam (P11). Seine nächstbesten Sprints waren P13 in Balaton Park und P14 in Le Mans, doch nach 11 Runden liegt sein Durchschnitt im Sprint bei Platz 16.

Auch das Material spielt eine Rolle. Razgatlioglu fährt 2026 die neue Yamaha YZR-M1 mit V4-Motor, die Quelle beschreibt als „das schlechteste Motorrad im Feld“. Razgatlioglu selbst deutet an, dass er auf einer „besseren“ Maschine mehr Tempo hätte, räumt aber zugleich ein, dass er im Vergleich zu Fahrern, die mehr aus der V4-M1 herausholen, Schwierigkeiten hat. Selbst innerhalb der Yamaha-Gruppe zeigt sein Sprint-Record das Problem: Fabio Quartararo kommt im Schnitt auf P11, Alex Rins auf 14,9, und Jack Miller – sein Pramac-Teamkollege – auf 15,2. Razgatlioglus Sprint-Zielankunftsquote ist zudem die niedrigste unter den Yamaha-Fahrern: 82% gegenüber 91% bei Miller; Quartararo und Rins haben bislang alle 11 Sprints beendet.

Konkrete Sprint-Ausfälle haben seine Bilanz zusätzlich belastet: So schaffte er in COTA wegen eines Motorproblems nicht das Ziel, und in Jerez kam es nach einem Sturz, bei dem er in Lorenzo Savadori hineinfuhr, zu einem weiteren Ausfall. Mit dem nahenden Sommer ist die Botschaft aus der bisherigen Saison klar: Auch wenn Razgatlioglu sich als MotoGP-Fahrer verbessert, bleiben Sprint-Rennen eine zentrale Schwäche, die er angehen muss.

Die Aufgabe könnte besonders anspruchsvoll werden, denn die nächste Phase im MotoGP-Kalender führt zu Strecken, auf denen er seit vielen Jahren nicht gefahren ist – etwa Silverstone und das Red Bull Ring – oder die er noch nie befahren hat, darunter Motegi, Sepang, Lusail und der Circuit Ricardo Tormo.

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