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MARC MARQUEZ GEHT BEI DUCATIS RACE OF CHAMPIONS MIT EINEM VORSICHTIGEREN ANSATZ VOR

5 Jul·

Marc Marquez hat seinen Ansatz in der MotoGP in der Saison 2026 neu ausgerichtet, und Ducatis hundertjähriges Event „Race of Champions“ in Misano lieferte ein klares Bild davon, wie vorsichtig er inzwischen geworden ist. Nach Komplikationen an seiner rechten Schulter nach einem Sturz Ende 2025 und weiteren Verletzungsrückschlägen im Verlauf von 2026 hatte der Spanier seine Chancen auf die Titelverteidigung zunächst klein geredet. Diese Einstellung begann sich zu verändern, nachdem er an Schulter und Fuß operiert worden war: Zwei Siege in Ungarn und Tschechien brachten ihn zurück in den Titelkampf.

Auch wenn der Schwung wieder da ist, sagte Marquez, dass er sich vollkommen bewusst sei, dass sein Körper gelitten habe, und dass diese Erkenntnis verändert habe, wie er durch die Rennwochenenden geht. Er gab zu, dass er nicht immer in den Paddock wollte, weil die schiere Zahl der Rückschläge, die er erlitten hat, enorm sei. Bei Ducatis 100-Jahr-Feier wirkte es so, als würde er Risiken managen – auf eine Art, die sich deutlich von seiner sonst so intensiven Herangehensweise abhob.

Auf der Panigale V4 R Produktionsmaschine, die für das Event genutzt wurde, holte der WeltSBK-Championship-Leader Nicolò Bulega die Pole vor Lorenzo Baldassarri und Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia. Marquez qualifizierte sich auf Platz 12 und wurde Berichten zufolge etwa zwei Sekunden langsamer als die Spitze. Der Abstand wurde jedoch nicht als Maß für seine tatsächliche Geschwindigkeit gewertet. Laut MOW war er „sogar schneller als die anderen“, aber er habe etwas getan, „das man von ihm noch nie gesehen hat“: Er fuhr mit einer „großen Reserve“ auf der Strecke.

Diese „große Reserve“ wurde als gezielte Absicherung interpretiert – als Versuch, sich zu schonen und unnötige Kontakte mit den Grenzen zu vermeiden, die eine weitere Verletzung auslösen könnten. Die Situation in der Fahrerweltmeisterschaft liefert ebenfalls Kontext: Marquez wurde beschrieben, als er 40 Punkte hinter Marco Bezzecchi auf P5 liege, obwohl er dennoch in der Lage sei, die Führenden ernsthaft zu bedrohen. Er arbeitet daran, seinen Fahrstil so anzupassen, dass er seine Instinkte besser kontrollieren kann. Er erklärt, dass er oft „ohne die Risiken zu sehen“ gefahren sei, aber da er nun seinen körperlichen Zustand im Blick behalten müsse, werde er „so vorsichtig wie nie zuvor“ sein.

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