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MARQUEZ WEIST „KARMA“ ZURÜCK, NACHDEM BEZZECCHIS VERTEIDIGUNG VR46-VERGLEICHE AUSLÖST

14 Jul·

Marc Marquez’ ruhige und sachliche Reaktion auf den Crash von Marco Bezzecchi beim Großen Preis von Deutschland ist nicht nur wegen ihres Tonfalls aufgefallen. Als Marquez gefragt wurde, ob der Zwischenfall in der Qualifikation „Karma“ sei – mit Blick auf den früheren Zusammenstoß zwischen den beiden in Indonesien – wies der Spanier die Idee deutlich zurück. Statt die Geschichte der „Rache“ zu bedienen, stellte er sich hinter seinen Rivalen.

Der Hintergrund: Bezzecchi war nach einem „vollständigen“ Schlüsselbeinbruch, den er sich bei einem Qualifikationscrash am Sachsenring zugezogen hatte, aus dem Rennen genommen worden. Marquez, der die Pole geholt hatte, wurde anschließend gefragt, ob der Unfall eine Art Karma für das sei, was im vergangenen Jahr beim Indonesien-GP passiert war, als Bezzecchi ihn in Kurve sieben aus dem Rennen nahm. Bei dieser Kollision hatte Marquez sich die Schulter gebrochen. Marquez verwarf die Prämisse komplett: „Karma gibt es nicht. Ich habe das Wort ‚Karma‘ zum Beispiel seit 2015 gelesen. Und ich habe danach sechs Weltmeisterschaften gewonnen. Wenn das also Karma war, dann [willkommen]. Karma gibt es nicht, und alle Fahrer gehen da draußen ein großes Risiko ein. Und wir wünschen Marco das Beste.“

Er betonte außerdem, dass die Situation mit einem konkreten Problem an der Strecke zusammenhing und nicht mit Vergeltung. „Und heute ist etwas passiert, das wir für die Zukunft lösen können, denn noch einmal [mit] Bezzecchi, Fermin [Aldeguer] in Assen und ich in Indonesien: Wir sind in den Kies gegangen, weil da diese Stufe ist“, sagte Marquez und bezog sich dabei auf die Kante zwischen Asphalt und Kies. „Ich hoffe auf eine gute Genesung für Bez. Aber ich hoffe, dass wir das Ding in Zukunft beheben können.“

Der Artikel ordnet Marquez’ Haltung als Zeichen von Reife und Respekt ein – gerade auch vor dem Hintergrund der Vorgeschichte zwischen ihm und Bezzecchi. Die Beziehung der beiden gilt als nicht reibungslos; Berichten zufolge habe die Spannung nach dem Indonesien-Vorfall zugenommen. Dennoch wird Marquez’ Verteidigung von Bezzecchi beim deutschen GP als etwas dargestellt, das man so nicht aus dem VR46-Lager erwarten würde.

Zur Einordnung stellt der Beitrag Marquez’ Vorgehen dem gegenüber, was er als Einstellung aus dem Umfeld von Valentino Rossis Welt beschreibt. Er argumentiert, dass „kein VR46-Fahrer Marc Marquez so verteidigen würde, wie er Marco Bezzecchi verteidigt hat“, und verweist dabei auf die anhaltende Feindseligkeit, die es um den Ducati-Piloten innerhalb von VR46 seit Rossi’s langem Streit mit Marquez gegeben habe. Zwar soll die Rivalität weiterhin intensiv sein, doch der Artikel legt nahe, dass Marquez schnell Respekt zeigt, während VR46-Fahrer und ehemalige Fahrer die gleiche Art öffentlicher Unterstützung nicht erwidert hätten.

Zudem wird erwähnt, dass Marquez Bezzecchi in der Vergangenheit auch in anderen schwierigen Momenten unterstützt hat. In Brünn habe er Bezzecchi Rückendeckung gegeben, nachdem der Aprilia-Pilot nach einem Sprint-Rennen wegen eines Angriffs auf einen Streckenposten suspendiert worden war. Auch nach einem schweren Sturz in Assen habe Marquez ihm alles Gute gewünscht.

Trotz dieser Gesten wird der deutsche GP als besonders auffälliges Beispiel dargestellt, weil Bezzecchis aktuelle Form zuletzt holprig gewesen sei. Der Artikel beschreibt eine Albtraum-Serie für den Aprilia-Piloten: Vor dem Sachsenring habe er in den drei vorherigen Rennen keine Punkte geholt, dort sei er dann in der Qualifikation gestürzt und habe das Rennen verpasst.

Der VR46-Aspekt wird außerdem mit einem Beispiel von COTA untermauert: Dort habe Fabio Di Giannantonio Berichten zufolge einen angespannten Austausch mit Marquez gehabt, nachdem er im Sprint aus dem Rennen genommen worden war. Die Botschaft: Auch wenn der Respekt in manchen Bereichen besser geworden sei, sei die emotionale und sportliche Reibung zwischen VR46 und Marquez nicht vollständig verschwunden.

Abschließend wird die Einschätzung von Teamchef Davide Tardozzi aufgegriffen, wonach die Beziehung zwischen Rossi und Marquez nicht „irreparabel“ sei – zugleich wird angedeutet, dass eine Versöhnung auf der Seite von Rossi blockiert werden könnte. In diesem Kontext kommt der Artikel zu dem Schluss, dass zwar manche Fahrer außerhalb des Rossi-Umfelds Marquez die Höflichkeit einer starken Verteidigung erweisen könnten, aber „niemand, der mit dem Doctor verbunden ist“, dem Ducati-Piloten denselben Support geben würde, den Marquez Bezzecchi entgegengebracht hat.

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