MIGUEL OLIVEIRA SAGT, FABIANO STERLACCCHINI SEI APRILIAS FEHLENDES PIZZELSTÜCK
16 Jul·
Miguel Oliveira hat einen entscheidenden technischen Faktor hinter Apriliás starkem Auftritt in der MotoGP 2026 benannt. Der Portugiese, der SPEEDWEEK.com exklusiv sprach, ist überzeugt, dass die jüngste Aufwärtsentwicklung in Noale daher kommt, dass die richtigen Bausteine zur richtigen Zeit zusammengekommen sind. Oliveira betonte, dass die Konkurrenzfähigkeit der Maschine bereits 2024 erkennbar gewesen sei, jedoch noch „ein paar Dinge“ gefehlt hätten.
Als fehlendes Puzzleteil sieht Oliveira Fabiano Sterlacchini, der 2025 als Technischer Direktor in das MotoGP-Projekt von Aprilia eingestiegen ist. „Ich denke, Fabiano Sterlacchini war das fehlende Puzzle-Teil“, sagte Oliveira. Gleichzeitig stellte er klar, dass Erfolg nicht nur einer Person zuzuschreiben ist: „Es ist nicht nur Fabiano.“ Die Entwicklung sei auch auf Arbeiten zurückzuführen, die bereits vor Sterlacchinis Ankunft geleistet wurden – unter anderem durch das frühere technische Führungsteam um Romano Albesiano.
Oliveira hob außerdem Sterlacchinis Werdegang hervor und wie dessen Erfahrung half, das Projekt auszurichten. Er sagte, Sterlacchini habe „einige Dinge an die richtige Position gebracht“, und verwies dabei auf dessen KTM-Erfahrung. Neben den technischen Änderungen betonte Oliveira vor allem die Menschen, die aktuell an der Maschine arbeiten: „Das Bike ist sehr konkurrenzfähig. Aber auch die Leute, die Techniker, die gerade an dem Motorrad arbeiten … Das Team ist eine Einheit.“
Seine Wertschätzung für Sterlacchini beruht auch auf eigener Erfahrung: Oliveira lernte den italienischen Ingenieur während seiner KTM-Zeit kennen, als er von 2019 bis 2022 für den österreichischen Hersteller fuhr. „Fabiano ist großartig. Ich habe mit ihm bei KTM gearbeitet“, erinnerte sich Oliveira. „Er ist ein brillantes Köpfchen, sehr intelligent. Ich habe die Zusammenarbeit wirklich genossen.“
Trotz seiner klaren Überzeugung, dass Sterlacchini eine Schlüsselrolle spielt, unterstrich Oliveira die Komplexität, eine siegfähige MotoGP-Organisation aufzubauen. „Eine Person kann der Schlüssel sein, aber alles um sie herum muss auch gut funktionieren“, sagte er. „Es ist komplex. Es geht darum, das Team als Ganzes zu managen, aber du musst auch jede einzelne Person in jedem Bereich im Blick haben. Das ist nicht einfach.“
Zum aktuellen Stand von Aprilia ordnet der Bericht den Hersteller zur Saisonmitte als Spitzenreiter ein: Aprilia führt die Teamwertung vor Trackhouse an, in der Fahrerwertung belegt Aprilia die Plätze 1, 2, 4 und 6. Olivieras Aussagen verknüpfen diese Leistung mit der Idee, dass Apriliás Aufstieg sowohl technisch als auch organisatorisch ist – getragen von Kontinuität, passender Expertise zur richtigen Zeit und einem koordinierten Teamansatz.