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MOTOGP-FAHRER SAGEN, DASS DAS HOLeshOT-VERBOT STARTS SICHERER GEMACHT HAT – NACH ASSEN

1 Jul·

MotoGP hat das Holeshot Device beim Rennen in Assen verboten – und das sorgt für eine klare, wenn auch gemischte Reaktion der Fahrer. Der Hauptgrund: Die 2026er Maschinen wurden nicht auf die Änderung ausgelegt. Das 2019 von Ducati eingeführte System galt zunächst als motocross-inspirierter Durchbruch, erforderte aber einen Umweg, weil in der MotoGP-Vorschrift keine vollautomatische Fahrwerksregelung erlaubt ist. Ducati entwickelte deshalb eine mechanisch-hydraulische Lösung, die der Fahrer manuell über einen Knopf am Lenker aktiviert.

Das Verbot wurde nach schweren Startcrashs in Barcelona und Balaton Park umgesetzt, wobei die Sicherheitsbedenken zunahmen. Eine unmittelbare Sorge war, dass der Wegfall des Geräts zu mehr Wheelies beim Start führen könnte. Wenn sich das Vorderrad hebt, wird ein MotoGP-Bike in dieser Phase deutlich schwerer zu steuern. In Assen zeigten Sprint und Grand Prix zwar einige Wheelies, doch die Hersteller konnten sich anpassen – insgesamt war das Bild weniger alarmierend als befürchtet.

Die Einschätzungen der Fahrer fielen unterschiedlich aus. Alex Rins sagte, er würde noch weitergehen: „Wenn es nach mir ginge, könnten wir alle Geräte für den Start verbieten.“ Fabio Quartararo, im Bericht als Ducati-Teamkollege genannt, gab zu, dass er sich noch umstellen muss: „Ich muss mich daran gewöhnen. Mit vollem Tank haben wir schon weniger Wheelies.“

Auch Diogo Moreira (LCR Honda, Rookie) zeigte sich grundsätzlich offen. Er berichtete von Versuchen mit anderen Einstellungen beim Start: „Ich habe mit der Hinterradbremse experimentiert und auch mit der Kupplung. Insgesamt war es nicht so schlimm.“ Franco Morbidelli erklärte, dass Wheelies für ihn beim Start ein Problem gewesen seien. HRC-Fahrer Joan Mir glaubt, dass das neue Vorgehen den Start sicherer gemacht hat, während sein Teamkollege Luca Marini einen praktischen Punkt betonte: „Man muss nicht mehr irgendein komisches, hartes Bremsmanöver machen, um das Front-Device zu lösen.“

Marc Marquez lieferte eine der positivsten Bewertungen. Er argumentierte, dass das Verbot den entscheidenden Moment vor der ersten Kurve verbessert habe: „Der Brems-Punkt ist sicherer. Außerdem ist der Übergang vom Beschleunigen zum Bremsen viel natürlicher.“ Er räumte ein, dass sich das Vorderrad beim Beschleunigen wieder schneller hebt, betonte aber, dass das Bremsen in die erste Kurve spürbar sicherer sei.

Über das ganze Feld hinweg wiederholten mehrere Fahrer das generelle Plus in Assen, auch wenn einige sagten, sie wollten erst weitere Rennen abwarten, bevor sie ein endgültiges Urteil fällen. Das Ergebnis des Wochenendes wird zudem als Vorschau auf die Saison 2027 gewertet, in der das Holeshot Device ohnehin verboten gewesen wäre. Ab 2027, so der Bericht, verschwindet außerdem das Rear Ride-Height Device – und Aerodynamik soll eine geringere Rolle spielen.

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