Skip to content
64°

MOTOGP SACHSENRING VERZEICHNET 261.831 ZUSCHAUER IM JAHR 2026, NEUER BESUCHERREKORD WIRD AUFGESTELLT

13 Jul·

Dass die MotoGP zum Sachsenring zurückkehrt, erwies sich erneut als großer Magnet für die Fans: Der Große Preis von Deutschland 2026 setzte laut Speedweek einen neuen Besucherrekord. Insgesamt kamen 261.831 Zuschauer zum Event – erstmals wurde damit die Marke von 260.000 geknackt. Zudem war es das fünfte Jahr in Folge, dass der Sachsenring beim deutschen Rennwochenende einen Zuschauerspitzenwert liefert.

Die Zahl setzte sich über das Wochenende hinweg zusammen: 70.754 Menschen waren am Donnerstag und Freitag vor Ort, 92.654 verfolgten das Geschehen am Samstag, und am Renntag kamen 98.423 Zuschauer. Speedweek berichtet, dass die Tribünen sowohl am Samstag als auch am Sonntag ausverkauft waren – begünstigt durch sommerähnliches Wetter, hochklassigen Motorsport und eine Atmosphäre, die die Organisatoren rund um die traditionsreiche Strecke nahe Hohenstein-Ernstthal als ruhig und einladend beschrieben.

ADAC-Sportpräsident Dr. Gerd Ennser wertete die Zahlen als Beleg dafür, dass der MotoGP-Boom am Sachsenring mehr ist als nur ein kurzfristiger Interesse-Impuls. „Die Begeisterung für den Motorrad-Grand-Prix hat dieses Wochenende eine neue Stufe erreicht. 261.831 Besucher feierten ein friedliches Motorsport-Fest“, sagte er. Ennser hob außerdem die Fankultur hervor, die in diesem Jahr als Teil des sächsischen Kulturerbes anerkannt wurde. „Die Besucher haben eindrucksvoll gezeigt, was diese Kultur bedeutet – mit diesem friedlichen Motorsport-Volksfest.“

Ennser betonte zudem die größere Bedeutung des Deutschen Grand Prix und sagte, er freue sich jedes Jahr auf das Rennen. Er lobte die Stimmung am Sachsenring und stellte die Größenordnung des Publikums in den Kontext anderer großer internationaler Events: „Sogar Wimbledon hat weniger Zuschauer. Nur die 24 Stunden auf dem Nürburgring haben mehr.“ Seiner Ansicht nach können sich Sachsenring und die Region darüber freuen, was dort passiert – die Atmosphäre könne nicht nur in Deutschland, sondern möglicherweise in ganz Europa einzigartig sein. Als Schlüsselfaktor nannte er die Unterstützung durch den Freistaat Sachsen: „Vom Land Sachsen erhalten wir eine hervorragende Unterstützung.“

ADAC-Motorsportchef Thomas Voss machte derweil deutlich, dass der Sachsenring fest im MotoGP-Kalender verankert ist. „Wenn man mit den Verantwortlichen bei Dorna oder Liberty Media spricht, merkt man, dass sie nicht einfach nur einen Grand Prix in Deutschland wollen. Sie wollen, dass dieser Grand Prix am Sachsenring stattfindet. Die Menschen identifizieren sich mit diesem Rennen“, sagte er. Voss räumte auch die operative Herausforderung ein, MotoGP auf einer Strecke auszurichten, die kein permanentes Rennvenue ist. Infrastruktur und Aufbau erforderten erheblichen Aufwand. „Was Infrastruktur und Aufbau angeht, haben wir viele Aufgaben. Aber die werden mit voller Einsatzbereitschaft von allen erledigt. Nur so kann ein solches erfolgreiches Event über die Jahre geschaffen und am Leben gehalten werden“, so Voss.

Trotz steigender Kosten wollen die Veranstalter das Event weiterhin gut erreichbar halten. Voss sagte, man sei sich bewusst, dass der Grand Prix preisintensiv ist, man wolle die Erschwinglichkeit aber über Ticketpreise und sogar ein einheitliches Preisniveau an den Cateringständen sichern. „Wir wollen sicherstellen, dass das Event zugänglich bleibt. Das beginnt bei den Ticketpreisen und setzt sich fort bei den Preisen an den Cateringständen. Das haben wir dank vieler Jahre Erfahrung im Griff. Das muss über 2031 hinaus weiterentwickelt und abgesichert werden“, ergänzte er.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der am Sonntag dem Sieger Marc Marquez den Pokal überreichte, verknüpfte den Rekord mit der tief verwurzelten Motorsportleidenschaft in der Region. „Dieser Besucherrekord zeigt, wie tief der Motorsport hier verwurzelt ist. Die Leute haben Motoröl und Benzin im Blut – sie lieben es“, sagte Kretschmer. Er lobte außerdem die Partnerschaft mit dem ADAC: Sie sei hart erarbeitet und nicht selbstverständlich. „Das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Das ist harte Arbeit vom ADAC, und sie sind ein großartiger Partner. Natürlich gab es schwierige Diskussionen, aber die waren immer fair und am Ende erfolgreich“, so Kretschmer.

Für Kretschmer ist das Event mehr als ein sportliches Wochenende. „Wir sehen diese Veranstaltung als Beitrag zum Spitzensport in Deutschland. Wir sehen sie auch als großen wirtschaftlichen Faktor für die Region. Motorsport ist bei uns willkommen“, sagte er.

Ausblickend wird der Sachsenring 2027 sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Die Organisatoren haben besondere Aktionen und ein erweitertes Programm angekündigt, und der Ticketverkauf für das Jubiläums-Event begann am Sonntag um 16:00 Uhr. Auch wenn das genaue Datum des Deutschen Grand Prix 2027 noch nicht bestätigt ist, geht Voss davon aus, dass es in derselben Jahreszeit bleibt. „Das hat sich bewährt. Ein Grund für den großen Andrang am Freitag war, dass wir schon Ferien hatten“, sagte er.

View sources