NEIL HODGSON SIEHT SENNA AGIUS MIT CASEY STONER-ÄHNLICHEN QUALITÄTEN FÜR MOTOGP
9 Jul·

Senna Agius’ Aufstieg in der Moto2 sorgt im MotoGP-Fahrerlager für Aufmerksamkeit. Unter denjenigen, die überzeugt sind, dass sich das Können des Australiers schnell in der Königsklasse übertragen lässt, ist auch Neil Hodgson. Er zog Parallelen zu Casey Stoner und argumentierte, dass Agius’ Fahrertyp besonders davon profitiere, wenn mehr Leistung zur Verfügung steht – ein Faktor, der Stoner dabei half, zweimal MotoGP-Weltmeister zu werden.
Agius befindet sich aktuell in seiner dritten vollen Moto2-Saison und liegt nach 10 Rennen auf dem dritten Platz der Gesamtwertung, nachdem er bereits einen Sieg eingefahren hat. Seine Leistungen sind so stark, dass er Tech3 auf den Radar bringt – wobei der Rennstall seine Fahreraufstellung für 2027 noch nicht bestätigt hat. Das Interesse fällt in eine Zeit, in der auch die größere Situation bei Tech3 im Fokus steht: Jack Miller soll Berichten zufolge eine ungewisse Zukunft in der MotoGP haben.
Hodgsons Aussagen fielen im Rahmen einer Diskussion im Gas It Out-Podcast darüber, in welche Richtung Tech3 für 2027 gehen sollte. Zunächst nannte er Brad Binder als beste Option für den erfahrenen Part im Team, falls man ihn mit einem Rookie kombinieren würde. Danach sagte Hodgson, er sei zwischen Agius und dem weiteren Moto2-Kandidaten Manuel Gonzalez hin- und hergerissen gewesen – am Ende entschied er sich für Gonzalez.
„Ich würde wahrscheinlich gehen, so sehr es mich auch bricht, das zu sagen, weil ich Senna Agius liebe: Ich würde Manu Gonzalez nehmen, den ich wirklich respektiere“, sagte Hodgson. Er ergänzte, dass seine Zweifel an Gonzalez nicht mit dem Talent zu tun hätten, sondern mit der Aussicht, „einen weiteren spanischen Fahrer“ im Team zu haben.
Trotz dieser Präferenz betonte Hodgson, dass Agius die nötigen Eigenschaften besitzt, um den Schritt nach oben zu schaffen. „Wenn ich es ganz ehrlich sagen soll: Wenn ich für dieses Team auswählen müsste, würde ich ein Duo aus zwei Rookies nehmen“, erklärte er. „Ich würde dieses Risiko eingehen. Ich glaube, Senna ist ein besonderes Talent. Ich denke, er ist ein bisschen wie Casey Stoner – er ist dafür gemacht, wenn man mehr Leistung hat.“
Hodgson räumte außerdem ein, dass Gonzalez „auch ein besonderes Talent“ sei, und deutete an, dass KTM als Satellitenteam vermutlich Fahrer in diese Richtung unterstützen wolle. Gleichzeitig verwies er auf die Realität der Teamentscheidungen: Wenn der Rennstall von Guenther Steiner geführt wird, stehe der Druck im Vordergrund, Ergebnisse zu liefern, statt lediglich Potenzial zu entwickeln. „Du denkst dir dann so: ‚Whoa, nein, Moment mal. Ich will einen garantierten Rennsieger‘“, sagte Hodgson.
Der größere Hype um Agius umfasst auch Lob von Valentino Rossi, der bereits erklärt hat, von den Leistungen des Moto2-Fahrers beeindruckt zu sein. Für Hodgson ist der entscheidende Punkt, dass Agius’ Stil offenbar zu dem Fahrertyp passt, der in der MotoGP mit dem entsprechenden Material besonders erfolgreich sein kann – ähnlich wie Stoner es tat.