PEDRO ACOSTA FÜR DEUTSCHLAND FREIGEGEBEN NACH OPERATION AM KARPALTUNNEL
9 Jul·
Pedro Acosta wurde nach einer Operation am rechten Arm (Karpaltunnel) für das MotoGP-Wochenende in Deutschland am Sachsenring freigegeben. Der KTM-Factory-Racing-Pilot hatte beim schwierigen Dutch Grand Prix in Assen das Rennen vorzeitig beendet und später erklärt, dass er schon länger mit dem Karpaltunnel zu kämpfen hatte. Die OP war nach Assen geplant worden, um das Problem zu beheben.
Vor dem Sachsenring beschrieb Acosta den Eingriff als unkompliziert und die ersten Anzeichen seien positiv. Er sagte, die Operation sei „ziemlich einfach“ gewesen und es sehe so aus, als laufe alles gut. Die Ärzte hätten bestätigt, dass der Nerv unter Druck stand, und die Erwartung sei, dass sich dieser Druck nun löst. Er betonte zudem, dass er seit der OP nachts nicht mehr aufwacht, weil er die Finger nicht mehr taub spürt. Gleichzeitig müsse man aber die medizinische Einschätzung abwarten.
Am Donnerstag hatte KTM bestätigt, dass MotoGP-Ärzte ihn für den deutschen Grand Prix freigegeben haben. Acosta hofft, die Fäden noch am selben Tag entfernen zu lassen und sagte, abgesehen davon sei „alles in Ordnung“.
Obwohl er als fit gilt, mahnte Acosta zur Vorsicht bei den Erwartungen. Sein Plan sei zunächst, die nötigen Checks zu absolvieren und dann zu beurteilen, wie sein Körper reagiert, sobald er wieder auf dem Bike sitzt. Er wolle sich am Nachmittag anpassen, dann am Freitag fahren und sehen, wie es sich anfühlt. Auch in seiner eigenen Einschätzung stellte er klar: Erst nach dem medizinischen Check könne er entscheiden, wie wettbewerbsfähig er sein kann.
Auf die Frage, wie sich der Sachsenring auf seine Hand auswirken könnte, verwies Acosta auf die Streckencharakteristik. Er glaubt, dass die Strecke mit den vielen linken Kurven weniger belastend sein könnte als andere Strecken, die mehr Druck auf den Arm ausüben. Er zeigte sich jedoch auch unsicher.
Der Fokus des Spaniers wird zudem vom größeren Kontext der jüngsten KTM-Probleme geprägt. Seine Rückkehr in den Rennbetrieb erfolgt nach einer Phase technischer Schwierigkeiten, die sowohl das Team als auch sein Assen-Wochenende beeinträchtigt hatten. Acosta behauptete nicht zu wissen, ob KTM die Probleme vor Deutschland gelöst hat, sagte aber, die Arbeit sei „ziemlich vielversprechend“. Er betonte, man versuche „alles“, weil es kein Geheimnis sei, dass man genau diese Art von Problemen habe. Er ist überzeugt, dass die Situation so nicht weitergehen dürfe, und erklärte, KTM setze aktuell Prioritäten auf Zuverlässigkeit statt auf Entwicklung.
Acosta glaubt, dass die Probleme entweder vor oder nach der Sommerpause gelöst werden sollten, und sagte abschließend: „Sieht ziemlich vielversprechend aus, sagen wir, dieses Wochenende.“
Zum möglichen Ablenkungseffekt durch seinen bereits angekündigten Wechsel zu Ducati sagte Acosta, sein Kopf sei trotz der Zukunftspläne weiterhin bei KTM und bei der Aufgabe für diese Saison. Er wolle bis zum Saisonende „100 Prozent“ geben. Außerdem habe die Ankündigung seinen Ansatz für Ergebnisse nicht verändert: Er konzentriere sich darauf, was er kontrollieren kann. Abschließend zog er ein positives, abgeklärtes Fazit zu seiner Zeit bei KTM: „Ich würde nicht sagen, dass ich einen Teil meines Lebens hinter mir lasse“, sagte er. Er werde „großartige Erinnerungen“ an die sechs Jahre bei KTM behalten und glaubt, dass das Team sich mit den Fahrern, die nächstes Jahr kommen, neu aufstellen kann.