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PEDRO ACOSTA SAGT, KTM’S RC16 IST NACH DEM SACHSENRING-Q2-START NICHT TITELREIF

11 Jul·

Pedro Acosta sicherte sich beim Sachsenring den direkten Einzug in Q2 mit einer Bestzeit von 1:20.026. Er war erneut der einzige Fahrer aus der KTM-Gruppe, der es in die entscheidende Session schaffte. Das Ergebnis kam nur wenige Tage nach einer Operation am rechten Handgelenk zustande und wirft damit die zentrale Frage auf, wie er mit den körperlichen Anforderungen des MotoGP-Materials zurechtkommt.

Nach dem Vormittagstraining erklärte Acosta, dass der wichtigste Punkt gewesen sei, seinen Körper wieder an das Motorrad zu gewöhnen. Er führte aus, dass der Schmerz direkt damit zusammenhängt, wie er den verletzten Bereich beim Bremsen belastet: „Heute habe ich gemerkt, dass ich nicht an derselben Stelle bremse wie sonst. Wenn ich Gewicht auf die Narbe lege – wenn ich den Bremshebel ziehe – spüre ich Schmerzen. Also bremse ich anders.“ Zwar sei das Renn-Tempo mit dem Medium-Hard-Hinterreifen kein Desaster gewesen, doch die schnelleren Runden verlangten mehr von ihm, als er sich wünscht: „Wenn ich bei Richtungswechseln etwas aggressiver sein muss, habe ich Schmerzen in der Hand. Ich bin froh, dass ich es hinbekommen habe.“

Acosta beschrieb außerdem ein aktuelles Ungleichgewicht in seinem Vertrauen je nach Kurvenrichtung. Er fühle sich in Linkskurven wohler als in Rechtskurven und ihm fehle insbesondere in Kurve 1 sowie beim Richtungswechsel in Kurve 3 noch das „gute Gefühl“ mit seiner Sitzposition. Für die Zukunft erwartet er nach der Sommerpause eine Verbesserung, wenn die Stiche entfernt werden.

Die Session beinhaltete zudem einen Zwischenfall mit Franco Morbidelli. Laut Bericht schnitt Morbidelli in einer schnellen Runde die Linie von Acosta, nachdem er aus der Box gekommen war, obwohl blaue Flaggen gezeigt wurden – „und er war wieder mitten drin“. Der Italiener ist in dieser Saison mehrfach negativ aufgefallen, weshalb er als Konsequenz eine Grid-Strafe um drei Positionen erhielt.

Für Acosta waren die Erwartungen an den Sachsenring bewusst zurückhaltend: „Wenn wir zwischen Platz fünf und sieben landen, dann ist das ein gutes Wochenende“, sagte er. Bei drei Ducati und vier Aprilia im Feld und der üblichen Erwartung, dass drei dieser Bikes in den Top 10 landen, deutete Acosta realistisch an, dass sein Ergebnis wohl eher sechst oder siebt sein dürfte.

Über das unmittelbare Rennwochenende hinaus ging Acosta auch auf Kommentare von KTM-Motorsportchef Pit Beirer ein. Dieser hatte gesagt, das Team habe alles auf Acosta gesetzt und es gebe keinen Plan B. Acosta antwortete deutlich: „So etwas passiert. Seit ich meinen Factory-Vertrag unterschrieben habe, habe ich immer gesagt, dass ich nur ein Bike will, das die Weltmeisterschaft gewinnen kann. Dieses Bike ist eindeutig noch nicht bereit. Und ich habe keine Zeit zu verlieren.“ Er habe zwar bei KTM Erfahrung gesammelt, aber er spüre auch, dass er für seine Karriere eine neue Herausforderung brauche. Für 2027 merkte er an, dass KTM mit Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio starke Optionen gesichert habe.

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