QUARTARARO FINDET IN ASSEN TROTZ SCHMERZEN NOCH DEN ACHTEN PLATZ
29 Jun·
Fabio Quartararo bescherte Yamaha in Assen eine willkommene Überraschung: Er wurde Achter, nachdem sich das Rennen weitgehend ohne ihn in die entscheidenden Zweikämpfe verlagert hatte. Der Franzose blieb aus dem Chaos heraus und profitierte von mehreren Ausfällen: Marco Bezzecchi, Pecco Bagnaia und Pedro Acosta schafften es alle nicht bis ins Ziel und nahmen nicht die Zielflagge. Dadurch konnte Quartararo das einfahren, was Speedweek als sein drittbestes Ergebnis in einem MotoGP-Rennen in dieser Saison bezeichnete.
Quartararo gab zu, dass die körperliche Belastung auf der TT Circuit enorm war. „Das Rennen war lang, körperlich fordernd und nicht wirklich angenehm“, sagte er. Crash.net ergänzte, dass er während des Rennens zudem unter Arm-Pump litt, was ihn seiner Einschätzung nach mehrere Sekunden kostete, das Ergebnis aber nicht veränderte. Er erklärte auch seinen ungewöhnlichen Start: Er ging ohne das normalerweise dafür verwendete Gerät vom neunten Platz los, kam nach der ersten Runde auf Rang sieben zurück und wurde dann in einer Phase bis auf Platz 10 zurückgereicht.
Auf die Frage, wie das Resultat zu seiner Leistung passe, sagte Quartararo, er glaube, Yamaha habe das Maximale aus der Situation herausgeholt. „Ich denke, wir haben heute unser Leistungsmaximum in Bezug auf das Ergebnis erreicht. Aber im Moment fühle ich mich im Rennen nicht wirklich wohl mit dem Bike.“ Außerdem berichtete er, dass er in der Schlussphase Krämpfe im Unterarm bekam – allerdings nicht rechts, sondern links. „In den letzten zehn Runden hatte ich auch Krämpfe im Unterarm, aber nicht rechts, sondern links. Ich hatte dafür bereits drei Operationen.“ Crash.net berichtete zudem, dass er zumindest in den letzten 10 Runden rechts unter Arm-Pump gelitten habe und dass er sich wegen des Problems „dreimal“ operieren lassen musste.
Darüber hinaus verwies er auf die speziellen Anforderungen von Assen und die Eigenschaften seiner M1. Er beschrieb die Strecke als „wirklich körperlich“ und führte seine Schwierigkeiten auf Yamahas „fehlenden Grip“ sowie die „super schwere“ V4 zurück. „Aber ich habe trotzdem die beste Position behalten, die wir erreichen konnten“, sagte er und bezog sich dabei auf Marcs siebten Platz sowie den Rückstand von rund 10 Sekunden. „Vielleicht hätte ich zwei oder drei Sekunden schneller sein können, aber ich war nicht dabei, auf Platz sieben zu verzichten!“
Trotz des soliden Ergebnisses bleibt das Meisterschaftsbild hart: Nach 20 von 44 Rennen liegt Quartararo 148 Punkte hinter dem neuen MotoGP-Spitzenreiter Jorge Martin, während der beste Yamaha-Fahrer in der Tabelle auf Rang 14 steht.