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RALF WALDMANN STIRBT MIT 51 NACH HERZINFARKT

14 Jul·

Ralf „Waldi“ Waldmann, einer der bekanntesten Grand-Prix-Piloten Deutschlands, starb unerwartet am 10. März 2018 im Alter von 51 Jahren nach einem Herzinfarkt. Der Ennepetaler baute eine Karriere auf, die rein sportlich das Klischee erfüllt, das oft für Athleten bemüht wird, die zu früh sterben: Er startete 169 Grand Prix und gewann 20 davon – damit war er der erfolgreichste deutsche Fahrer in der Königsklasse bei Einzel-GP-Siegen hinter Toni Mang.

Auch ohne Weltmeistertitel blieb seine Popularität ungebrochen. Speedweek betont, dass nicht nur seine Ergebnisse ihn auszeichneten, sondern vor allem sein Charakter – insbesondere seine Freundlichkeit gegenüber Fans. „Waldi“ sei allgemein sehr beliebt gewesen, und der Bericht stellt klar: Menschen, die mit ihm nicht gut konnten, habe es „praktisch keine“ gegeben. Außerdem wird zwischen höflicher Medienarbeit und der Fähigkeit unterschieden, trotz intensiver Zuschauermassen zugänglich zu bleiben – Waldmann habe das „wie kaum jemand sonst“ beherrscht. Zusammengefasst wird er als einfach „ein feiner Kerl“; zudem wird erwähnt, dass selbst sein früherer Rivale Max Biaggi aus Italien anreiste, um an seinem Begräbnis und dem Gedenkgottesdienst in Ennepetal am 20. März 2018 teilzunehmen, der mehrere hundert Menschen anzog.

Die neue Berichterstattung erinnert auch an die dunklere Seite seines Lebens. Es heißt, „schlechte Berater und Scharlatane“ hätten ihn umgeben und ihm wiederholt Geld gekostet, das er sich durch harte Arbeit und Entbehrungen verdient hatte. Seine Ehe mit der ebenfalls im Rennsport aktiven Astrid Grünfelder endete, und ihr Sohn Leo – der zunächst Mini-Bikes ausprobierte – verlor bald das Interesse. Der Kontakt zu seinem Sohn, der mit seiner Mutter in Bayern lebte, sei Berichten zufolge mit der Zeit abgeebbt.

Eine seiner besseren Entscheidungen sei laut Bericht gewesen, das MZ-Projekt frühzeitig zu verlassen – eine Initiative, die als „zum Scheitern verurteilt“ beschrieben wird. Mit seiner Partnerin Heike Teschner habe er laut Artikel wieder Stabilität gefunden; außerdem habe seine spätere Arbeit als Experte für Eurosport in der Boxengasse dazu beigetragen, seine Finanzen wieder auf ruhigere Bahnen zu bringen.

Über die persönliche Geschichte hinaus wird Waldmann eine große Prägung des deutschen MotoGP-Kalenders zugeschrieben. Der Bericht argumentiert, dass ein Großteil des Grundes, warum der Deutsche Motorrad-Grand-Prix seit 1998 am Sachsenring stattfindet, auf sein Engagement zurückgeht. Als die Rennen auf dem Nürburgring 1996 und 1997 als Zuschauermisserfolge beschrieben wurden, habe Waldmann – als etablierter Nürburgring-Insider – öffentlich und mit Nachdruck dafür plädiert, den WM-Lauf in den Sachsenring zu verlegen. Dort, so glaubte er, lebten die besten und leidenschaftlichsten Motorradfans. Zu dieser Zeit hatte die Weltmeisterschaft bereits hohe Sicherheitsstandards und professionelle Strukturen, doch am Sachsenring war das Setup noch schlicht: Teile der Strecke liefen über Straßen in Industriegebieten, und die Teams hatten als Boxeneinrichtungen nur Container. Trotzdem wurde die Kurve 11 am Sachsenring später offiziell in „Ralf-Waldmann-Kurve T11“ umbenannt – am 22. Juni 2018.

Der Sachsenring brachte Waldmann als Fahrer auch gemischte Gefühle. In seinem Comeback-Jahr 1998 fuhr er eine klar unterlegene 500-ccm-Modena, schaffte dort aber dennoch sein bestes Saisonresultat mit Platz sieben. Im folgenden Jahr erreichte er im 250-ccm-Klasse das Podium mit Rang drei, doch der Artikel sagt, dass sich seine Karriere allmählich dem Ende näherte.

Zu den erinnerungswürdigen Rennmomenten zählt Speedweek ein Donington-Park-Event im Jahr 2000, das im Regen versank. Waldmann war der einzige Fahrer, der statt auf Intermediates auf Regenreifen startete. Kurzzeitig musste er überleben, als er von Olivier Jacque eingeholt wurde, doch sobald die Strecke richtig nass war, beschleunigte er und holte am Ende den Sieg noch vom Franzosen in der Schlussphase.

Auch andere Geschichten aus seiner Karriere werden als legendär beschrieben – etwa der Nürburgring-GP 1988, bei dem er nach einem Straßenunfall mit einer externen Fixierung am Unterschenkel an den Start ging. Er stürzte, der Schaden kam ans Licht, und die Situation wurde Teil des Rennsport-Mythos.

Sein internationaler Aufstieg begann 1987 so richtig: Dort holte er bei seinem Heim-Grand-Prix auf dem Hockenheimring seine ersten WM-Punkte, indem er im 80-ccm-Rennen Zehnter wurde. Vier Jahre lang dauerte es, bis er sich endgültig nach vorn orientierte. 1991 erreichte er erneut in Hockenheim erstmals das Podium und gewann anschließend das 125-ccm-Rennen. Der Bericht nennt den 26. Mai dieses Jahres einen einzigartigen deutschen Tag in der Geschichte der Grand Prix: Helmut Bradl gewann das 250-ccm-Rennen, und auch das Gespann-Duo Ralph Bohnhorst und Bruno Hiller gewann – drei deutsche GP-Siege an einem Tag.

Bis einschließlich 1993 gewann Waldmann viermal in der 125-ccm-Klasse, wurde in der WM jeweils Dritter, Dritter und Vierter, bevor er in die 250-ccm-Kategorie wechselte. Sein erster großer Erfolg dort kam schnell: Beim achten Saisonrennen (Mugello) holte er erneut den größten Preis.

In der 250-ccm-Ära sammelte Waldmann bis 2000 insgesamt 14 Grand-Prix-Siege, wobei 1996 und 1997 als seine besten Jahre gelten. Allerdings sagt der Bericht, dass er den WM-Titel zweimal im Duell gegen Massimiliano „Max“ Biaggi nur knapp verpasste.

Nach dem Rückzug aus dem aktiven GP-Rennsport blieb Waldmann an vielen Projekten beteiligt und kehrte zeitweise ins Racing zurück, unter anderem in der IDM. Sogar ein Jahrzehnt vor seinem Tod war er am 14. Juli 2016 bereits am Sachsenring als TV-Experte beim WM-Lauf der Deutschen Weltmeisterschaft im Einsatz. Speedweek ergänzt, dass sein 50. Geburtstag im kleinen Kreis gefeiert wurde, den enge Freunde geplant hatten, und dass sich die Anwesenden an den Abend mit „Waldi“ als zentrale Figur erinnerten.

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