RAUL FERNANDEZ STIMMT EIN, BEI TRACKHOUSE AUF EINEN MEHRJÄHRIGEN VERTRAG BIS 2027 ZU BLEIBEN
30 Jun·

Raul Fernandez’ Kurs ist nach einem starken Dutch-Grand-Prix-Wochenende erneut gestiegen – und zugleich wurden seine Pläne für die Zukunft klarer. Für Trackhouse fuhr der Spanier im Qualifying zwar als Langsamster der vier Aprilia-Piloten, machte daraus aber Schwung: Er gewann das Sprint-Rennen und wurde anschließend im Grand Prix hinter seinem Teamkollegen Ai Ogura Zweiter. Mit diesen Ergebnissen hat Fernandez in dieser Saison zwei Sprintsiege und fünf Podestplätze gesammelt. In der Gesamtwertung liegt er damit auf Rang sechs, 55 Punkte hinter dem WM-Spitzenreiter Jorge Martin.
Während seine Form auf der Strecke beeindruckend ist, ist die größere Story die sich verändernde Lage rund um seinen Vertrag. Trackhouse hatte verschiedene Optionen geprüft – vor allem, weil Ogura zu Yamaha wechseln soll. Das Team hatte sogar eine neue Ausrichtung erwogen, die Enea Bastianini hätte einschließen können. Für Fernandez war jedoch vor allem die Vertragsdauer entscheidend: Trackhouse bot ihm nur einen Einjahresvertrag an, während sein Umfeld zwei Jahre forderte.
Diese Uneinigkeit öffnete die Tür für Tech3 und Guenther Steiner, die Berichten zufolge daran interessiert waren, einen erfahrenen Fahrer neben einem Rookie zu verpflichten. Allerdings galt der zuvor eher streitige Abschied von KTM als möglicher Stolperstein. Laut AS ist dieses Hindernis inzwischen aus dem Weg geräumt, weil Fernandez eine „Vereinbarung“ getroffen hat, um auf einem Mehrjahresvertrag bei Trackhouse zu bleiben. Der Bericht besagt außerdem, dass dieses Ergebnis genau dem entspricht, was Fernandez’ Umfeld wollte, und dass Trackhouse seine Bedingungen akzeptiert hat.
Bastianini wird weiterhin als Teamkollege von Fernandez erwartet, allerdings kann er offiziell erst unterschreiben, wenn die 30-Juni-Frist in seinem KTM-Vertrag abgelaufen ist. Für Tech3 bedeutet das: Steiner wird sehr wahrscheinlich Luca Marini verpflichten, wodurch Manuel Gonzalez und Senna Agius die Hauptkandidaten für den zweiten Sitz bleiben. Sobald diese Entscheidungen final sind, sollte das Fahrerfeld für das nächste Jahr praktisch komplett sein.