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RAUL FERNANDEZ SICHERT SICH EINE WEITERE VERTRAGSverlängerung BIS 2027 NACH DEM PODIUM IN SACHSENRING

12 Jul·

Raul Fernandez hat sich nach einem starken Sachsenring-Auftritt erneut Vertrauen für die Zukunft gesichert und damit seinen Platz in den MotoGP-Plänen über die aktuelle Saison hinaus untermauert. Während das Fahrerkarussell bereits schnell Richtung 2027 weiterdreht, lieferte der 25-jährige Madrilene – in seinem fünften Jahr in der Königsklasse – Ergebnisse, die zeigen, dass er weiterhin das Tempo hat, vorne mitzukämpfen.

In Hohenstein-Ernstthal begann das Wochenende für Fernandez allerdings holprig. Er sagte, er und das Team hätten sich zwischen Elektronik- und Reifenproblemen verlaufen, und er habe sich zum Start kaum so gefühlt, als wüsste er, wie man das Motorrad fährt. „Wir sind zwischen Problemen mit der Elektronik und den Reifen herumgeirrt. Ich wusste kaum noch, wie man ein MotoGP-Bike fährt. Aber mein Team hat mir sehr geholfen“, erklärte er. Außerdem beschrieb er, wie dünn die Fehlertoleranz war: „Für eine gute Runde hat Vertrauen gereicht. Für vier oder fünf [Runden] hat es nicht gereicht.“

Trotz dieses schwierigen Starts gelang es Fernandez, das Wochenende zu drehen. Der Moto2-Vizeweltmeister von 2021 gab zu, dass er nach den Problemen, die er oft schon im Training hatte, nicht damit gerechnet habe, um das Podium kämpfen zu können. „Ganz ehrlich: Nach den Schwierigkeiten, die ich normalerweise an den Trainingstagen habe, hätte ich nicht erwartet, um das Podium zu kämpfen“, sagte er. Er verwies zudem auf die hohen Reifenanforderungen der Sachsenring-Strecke – vor allem in den Schlussrunden. „Ich hatte vor allem Angst vor Reifenproblemen, wie immer am Sachsenring, wo die letzten Runden sehr tricky sind. Aber ich habe es ziemlich gut hinbekommen, vor allem indem ich meinen Hinterreifen am Leben gehalten habe.“

Sein Podiumsangriff hatte dabei einen vertrauten Bezugspunkt: Sein Teamkollege Ai Ogura war in beiden Fällen schneller und beendete das Rennen direkt vor dem elften Mal GP-Sieger. In der Berichterstattung wurde Oguras Ruf als Reifen-Spezialist hervorgehoben, doch das Ergebnis brachte die Ausrichtung des Superbike Trackhouse Aprilia Projekts nicht aus dem Tritt. Nach Oguras geplanter Rückkehr zu Yamaha richtet das Team nun erneut den Blick auf Fernandez für 2027. Teamchef Justin Marks und der neue Teammanager Francesco Guidotti – der in Brno zum US-Team gestoßen ist – sollen laut Berichten wieder positiver über Fernandez sprechen.

Fernandez geht motiviert in die Sommerpause, hat aber auch klare Prioritäten gesetzt. Er sagte, die zweite Saisonhälfte werde extrem anspruchsvoll und er müsse nach der Pause stärker zurückkommen; zudem werde sich das Team auf die körperliche Arbeit konzentrieren. „Wir müssen hart an unserer physischen Verfassung arbeiten. Denn die zweite Hälfte wird extrem tough. Ich muss nach der Pause stärker zurückkommen“, sagte er.

Auf die Frage nach Titelambitionen spielte Fernandez das Thema herunter. „Ich muss mich erst einmal selbst verbessern. Ich mache immer noch zu viele Fehler, und deshalb gibt es Schwankungen in meiner Leistung“, sagte er und ordnete seine aktuelle Form eher als etwas ein, das er stabilisieren müsse, statt als etwas, das man mit großen Erwartungen jagen sollte.

Zum Saisonhalbzeitpunkt steht Fernandez auf Platz sechs in der Gesamtwertung – vor dem KTM-Werkspiloten Pedro Acosta. Der Bericht hob außerdem hervor, dass er trotz seiner Position der bestplatzierte Aprilia-Fahrer in der Tabelle ist: Er ist der am niedrigsten platzierte Aprilia-Pilot in den aktuellen Standings.

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