Skip to content
64°

RAZGATLIOGLU KÄMPFT IM SPRINT IN SACHSENRING MIT GRIP- UND REIFENABNUTZUNG, PRAMAC-YAMAHA IM FOKUS

11 Jul·

Das Sachsenring-Wochenende ist für Toprak Razgatlioglu in seiner MotoGP-Debütsaison erneut enttäuschend verlaufen. Der dreifache Superbike-Weltmeister, der für Pramac Yamaha fährt, beendete den Sprint auf Platz 17, 22,6 Sekunden hinter dem Sieger Marc Marquez – nach 15 Runden. Damit war Razgatlioglu im Sprint der Langsamste der vier Yamaha-Piloten. Fabio Quartararo holte mit dem neunten Platz immerhin einen Punkt, Jack Miller wurde 13., und Alex Rins kam als 16. ins Ziel.

Nach dem Sprint sagte Razgatlioglu einen geplanten Medienauftritt ab und verwies auf gripbezogene Beschwerden. Anschließend gab er dem Team eine Einschätzung und schilderte die körperlichen sowie technischen Probleme, die die Session so schwierig gemacht hatten.

Der Sachsenring ist für Razgatlioglu ein besonderer Ort: 2014 gewann er dort den Red Bull Rookies Cup und setzte sich gegen Joan Mir und Stefano Manzi durch. Doch diesmal fühlt sich die Rückkehr nicht genauso an. Er erklärte, dass es sich anders anfühle, weil er nun ein MotoGP-Motorrad fahre und andere Reifen nutze. „Ich war wirklich glücklich, nach zwölf Jahren zum Sachsenring zurückzukommen. Aber dieses Mal ist es ein anderes Erlebnis, weil ich das MotoGP-Bike fahre und andere Reifen verwenden muss“, sagte er.

Laut Razgatlioglu wurde der Sprint vor allem von einem unerwartet starken Reifenverschleiß beeinflusst. „Im Rennen war ich sehr überrascht, weil ich nicht mit so einem großen Reifenabfall gerechnet habe. Die Reifen fielen nach acht oder zehn Runden deutlich ab. Es war nicht einfach für mich, die Reifen zu kontrollieren. Ich wurde von Runde zu Runde langsamer, und das ärgert mich“, so Razgatlioglu.

Mit dem Grand Prix am Sonntag wird das Problem noch anspruchsvoller. Während der Sprint 15 Runden dauerte, geht das Hauptrennen über ungefähr die doppelte Distanz. Razgatlioglu betonte den Bedarf an besserem Reifenmanagement über die längere Stint-Dauer. Das Team wird zwar im Rennen andere Reifenmischungen einsetzen, doch die grundlegende Herausforderung bleibt. „Für morgen muss ich mich verbessern, denn wir fahren hier über 30 Runden. Morgen verwenden wir natürlich andere Reifenmischungen, aber wir müssen die Reifen besser managen“, sagte er.

Für das Pramac-Yamaha-Team ist der nächste Schritt klar: Wenn sie nicht in den Griff bekommen, wie stark die Reifen abnutzen, könnte Razgatlioglu auch im Grand Prix Schwierigkeiten haben, den Rückstand auf das Mittelfeld zu schließen. Er kommt zudem mit körperlichen Beschwerden in den finalen Tag des Wochenendes.

View sources