Skip to content
64°

ROSSIS ABWESENHEIT IN DEUTSCHLAND BEI GOODWOOD MACHT VR46-SUPPORTLÜCKE FÜR DI GIANNANTONIO DEUTLICH

10 Jul·

Das Fehlen von Valentino Rossi beim dieswöchigen Großen Preis von Deutschland hat erneut Fragen aufgeworfen, wie viel Unterstützung VR46 seinen Fahrern vor Ort tatsächlich geben kann. Rossi verpasst das Rennen, weil er am Goodwood Festival of Speed teilnimmt. Dort wurde das Motorsport-Event ihn als einen der diesjährigen Top-Teilnehmer neben dem Formel-1-Weltmeister Lando Norris angekündigt.

Rossi war in dieser Saison nur bei zwei MotoGP-Runden anwesend – beim Großen Preis von Katalonien und beim Tschechischen Grand Prix – und hat die anderen neun ausgelassen. Da Rossi nach seinem Rücktritt aus der MotoGP im Jahr 2021 nicht mehr dort an den Start geht, sondern weiterhin Sportwagen fährt, wird die Situation als Konflikt der Prioritäten dargestellt: Ein Zusammentreffen von Meisterschaftsterminen kann man zwar nachvollziehen, doch ein MotoGP-Wochenende wegen Goodwood zu verpassen, gilt bei manchen als schwerer zu rechtfertigen.

Die Brisanz ist besonders hoch, weil VR46 bereits bestätigt hat, dass Fabio Di Giannantonio das Team verlassen wird, um zu KTM zu wechseln. Auch wenn die Chance, für ein Werksteam zu fahren, als schwer zu verweigern beschrieben wird, deuten die Berichte zugleich darauf hin, ob Rossis begrenzte Präsenz eine Rolle in Di Giannantonios Überlegungen gespielt hat.

Di Giannantonio hatte zuvor erklärt, er würde es „lieben“, Rossi bei jedem Rennen dabei zu haben. Er beschrieb ihn als jemanden, der einen „massiven Schub“ gibt, und der in der Lage ist, „mikroskopische“ Details in den Daten zu erkennen. Zudem betonte er den Unterschied zwischen einer physischen Anwesenheit von Rossi in der Box und der Kommunikation aus der Ferne: „Ihn in der Box zu haben, die Möglichkeit zu haben, mit ihm persönlich ein Wort zu wechseln, ist nicht dasselbe, wie sich gegenseitig über Textnachrichten zu hören.“ Di Giannantonio fügte hinzu, Rossis Präsenz könne „dir dieses zusätzliche Etwas geben“, und dass „Wenn Vale da ist, ist das ganze Team noch mehr gepusht“, man könne „seine Energie“ an Rennwochenenden spüren.

Da Rossis Beteiligung offenbar sporadisch ist, wird Di Giannantonio in den Berichten vor allem als jemand dargestellt, der eher auf textbasierte Kommunikation statt auf eine Woche für Woche durchgängige Zusammenarbeit setzt. Eine solche Umgebung, so die Darstellung, mache eine Vertragsverlängerung deutlich weniger attraktiv.

View sources