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ROSSIS BEGRENZTE MOTOGP-PRÄSENZ TRIFFT VR46-APPAREL-GEWINNE

10 Jul·

Valentino Rossis geringere Präsenz an MotoGP-Wochenenden – obwohl er weiterhin im Paddock über VR46 Racing aktiv ist – soll Berichten zufolge inzwischen auch finanzielle Folgen haben. Seit Rossi sich vom Fahrerfeld zurückgezogen hat, ist er zwar bei seinem Ducati-gestützten VR46-Racing-Team involviert, erscheint bei den Rennen des Teams jedoch nur selten. Die fehlende regelmäßige Sichtbarkeit wurde über die Jahre immer wieder kritisiert, und nun deutet ein neuer Bericht darauf hin, dass das Problem inzwischen mehr betrifft als nur den Unterhaltungswert des Sports.

Laut dem Bericht stützt sich das globale Profil der MotoGP zunehmend auf andere Zugpferde – vor allem Marc Marquez –, um weltweit Aufmerksamkeit zu erzeugen. Helmut Marko wird mit der Einschätzung zitiert, dass der MotoGP etwas fehle, wenn Rossi nicht konstant präsent sei. Der Effekt beschränkt sich jedoch nicht auf die Königsklasse. Auch Rossis breitere Geschäftstätigkeiten, insbesondere sein Bekleidungsunternehmen, sollen darunter leiden, dass er nicht wöchentlich vor TV-Kameras auftaucht.

Die Geschäftsstruktur von VR46 wird als vier Hauptbereiche beschrieben: ein MotoGP-Team, eine Fahreragentur, eine Fahrerschmiede und eine Bekleidungslinie. Der Bekleidungsbereich, VR46 Racing Apparel, gilt als der größte Teil der Gruppe, und die Zahlen für 2025 werden als besonders besorgniserregend dargestellt. Laut einem Bericht der italienischen Zeitung Affaritaliani verzeichnete das Unternehmen – mit 39 Beschäftigten – im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 1,1 Millionen Pfund. Dieser Wert wird dem für 2024 gemeldeten Gewinn von etwa 12.000 Pfund gegenübergestellt, was eine deutliche Kehrtwende markiert.

Der Bericht schreibt, die Marke habe zunächst auf einen „Nachfragerückgang“ bei Motorsport- Merchandising verwiesen, habe den Abschwung aber später auch mit Rossis eigener reduzierter Sichtbarkeit in Verbindung gebracht. VR46 habe demnach den Rückgang seiner „gesamten Sichtbarkeit“ als Schlüsselfaktor genannt. Zudem habe das Unternehmen argumentiert, dass Rossis aktuelle Aktivitäten im Vier-Räder-GT-Racing nicht „dieselbe“ Werbewirkung garantierten, die die Marke während der Hochphase seiner MotoGP-Zeit genossen habe.

Rossis fortgesetztes Streben nach Adrenalin in GT-Kategorien wird zwar anerkannt, doch der Bericht legt nahe, dass sein Medien-„Buzz“ in diesen Serien nicht an das heranreicht, was er in der MotoGP erzeugte. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass zwar viele Rennwochenenden weiterhin das grellgelbe VR46-Design zeigen, seine weniger häufige Präsenz aber möglicherweise zu breiteren Dynamiken in Geschäft und Team beigetragen habe. Konkret wird spekuliert, dass Rossis Vernachlässigung des VR46-Racing-Teams eine Rolle bei Fabio Di Giannantonios Entscheidung gespielt habe, sich 2027 KTM anzuschließen.

Ob die Probleme im Bekleidungsbereich auf die Performance des MotoGP-Teams durchschlagen, bleibt unklar. Der Bericht nennt jedoch Liberty Medias neues Engagement als möglichen positiven Faktor: Es könnte helfen, die Medienreichweite zu verbessern und damit Rossis Marke einen Weg zurück zu stärkerer Sichtbarkeit zu eröffnen.

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