VALENTINO ROSSI ZIELT 2026 AUF NÜRBURGRING-NORDSCHLEIFE-PERMIT FÜR 2027 24H-BID
3d ago·
Valentino Rossi blickt bereits über seine aktuelle GT3-Kampagne hinaus und plant einen Ausflug zu einem der anspruchsvollsten Motorsport-Events überhaupt: den 24 Stunden auf dem Nürburgring auf der Nordschleife. Der neunfache MotoGP-Weltmeister hat sich in der GT-Szene einen Namen gemacht, und sein jüngstes Ergebnis im GT World Challenge Europe Sprint Cup in Misano zeigte seinen Fortschritt. Auch wenn Rossi es auf seiner Heimstrecke nicht zu einem vierten Sieg in vier Jahren schaffte, war er im Qualifying der Schnellste „aus eigener Kraft“ und holte sich damit seine erste Pole Position in der Sprint-Cup-Serie.
Rossi sagte gegenüber ausgewählten Medien in Misano, dass er daran arbeitet, die erforderliche Nordschleife-Freigabe noch in diesem Jahr zu erhalten. „Ich fahre bereits die gesamte GT World Challenge Europe und hoffe, dass ich meine Autorisierung für die Nordschleife noch vor Ende des Jahres bekomme“, so Rossi. Sein Ziel ist es, das „Permit“ zu erlangen – im Grunde die Nordschleife-Qualifikation –, damit ein GT3-Einsatz bei den 24 Stunden im kommenden Jahr möglich ist.
Zeitpunkt und Ablauf des Permit-Tests sind bislang noch nicht bestätigt. Rossi wird nicht beim Nürburgring Langstrecken Series 6-Stunden-Rennen erwartet, weil er parallel zum GT-World-Challenge-Europe-Lauf in Magny-Cours antreten soll. Das Saisonfinale im Oktober soll jedoch laut Berichten keinen Termin-Konflikt mit der europäischen GT-Serie haben, wodurch es als mögliches Zeitfenster für einen Nordschleife-Eligibility-Run in Frage kommt.
Unklar ist zudem, welches Team und welches Auto Rossi für das Permit nutzen wird. Da Rossi als BMW-Werksfahrer unterwegs ist, berichtet Speedweek, dass es wahrscheinlich ist, dass er eines der neuen BMW M2 Racing Modelle einsetzen würde – eine Entscheidung, die zugleich auch die Vermarktung des Kundensportwagens unterstützen würde.
Rossi’s Nordschleife-Ambitionen könnten beim 24-Stunden-Rennen für ein hochkarätiges Duell sorgen. Der Bericht legt nahe, dass er einem „Duell der Giganten“ gegen den vierfachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen gegenüberstehen könnte. Verstappen peilt nach seinem ersten Start auf der Strecke in diesem Jahr die Rückkehr zur Nürburgring-Legende für das Langstrecken-Highlight an.
Während Rossi langfristig auf die Nordschleife fokussiert ist, scheint sein unmittelbares Rennprogramm weiterhin klar in der GT World Challenge Europe zu liegen. Eine Fortsetzung 2027 gilt als wahrscheinlich: Rossi soll sowohl den Endurance Cup als auch den Sprint Cup bestreiten und an allen zehn Events teilnehmen. Der 47-Jährige hatte die Serie zuvor als die „beste Bühne der Welt“ für GT3-Maschinen bezeichnet, und Speedweek wertet seine BMW-Werksrolle als weiteren Beleg für seinen Stellenwert auf vier Rädern.