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VIÑALES’ RÜCKZUG BEIM DEUTSCHEN GP ERHÖHT KTM’S DRUCK, WEITERZUMACHEN

13 Jul·

Die Zukunft von Maverick Vinales bei KTM scheint nach seinem Rücktritt beim Großen Preis von Deutschland regelrecht einzubrechen. Das Verhältnis zwischen Fahrer und Team wird dabei als „faktisch fast nicht existent“ beschrieben. Die Lage habe sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert, nachdem zunächst noch ein gangbarer Weg in Richtung 2027 in Sicht gewesen sei.

KTM hatte Vinales zuvor einen Pfad in die Werks-Struktur angeboten, doch seine Form zu Saisonbeginn 2026 veranlasste das Team, seine Pläne zu ändern. Für 2027 ist nun ein Line-up mit Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio vorgesehen, wodurch Vinales auf der Suche nach einer Möglichkeit bleibt, in der MotoGP zu bleiben. Ein Platz bei Tech3 galt als seine realistischste Option, doch diese Perspektive wurde nun durch die eigenen Pläne von Tech3 für 2027 ausgehöhlt – unter anderem mit dem erwarteten Einstieg von Luca Marini, begleitet von einem Moto2-Rookie.

Der Bruch hängt zudem mit dem Umgang mit Verletzungen und der Kommunikation zusammen. Laut Berichten habe Vinales ein Schulterproblem zunächst vor KTM verborgen und sich später einer Operation unterzogen, um es zu beheben. Diese Entscheidung habe sowohl KTM als auch Tech3 verärgert, und sie habe sich in ein größeres Muster von Ergebnissen eingefügt, das die Teams schließlich dazu brachte, nach Alternativen zu suchen.

Beim Großen Preis von Deutschland ließ Vinales seinen Ärger auch öffentlich durchscheinen. Er deutete an, KTM würde schuld sein, falls er seinen MotoGP-Stuhl verlieren sollte – und die Aussagen kamen bei Tech3-Teamchef Guenther Steiner nicht gut an. Dieselbe Quelle verknüpft diese Spannung mit der Möglichkeit, dass Steiner für 2027 bereits einen Schritt von Vinales weg gemacht haben könnte.

Bei dem Rennen in Deutschland wurde Vinales’ Position weiter untermauert: Er habe „praktisch bestätigt“, dass er nächstes Jahr nicht mehr in der MotoGP fahren wird. Seine Aktionen auf der Strecke passten zu diesem Eindruck der Entkopplung: Nach seiner Rückkehr von der Verletzung wurden seine Leistungen als deutlich unzureichend beschrieben – bisher habe er erst 10 Punkte geholt. Im Rennen fuhr er bereits in Runde 26 an die Box, während er über weite Strecken des Events hinter dem Ersatzfahrer Cal Crutchlow herlief.

Da die Zukunft des Fahrers ohnehin bereits infrage steht und seine öffentlichen Kritiken weitergehen, wird KTM als Team dargestellt, das kaum eine andere Wahl hat, die Situation früher statt später zu beenden. Der Bericht nennt zudem Pol Espargaro als mögliche Alternative: Obwohl er 2026 verletzt ist, deuteten seine Wildcard-Ergebnisse 2025 darauf hin, dass er in diesem Stadium eine stärkere Option sein könnte als Vinales.

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