Skip to content
64°

VIÑALES KONTERT STEINER NACH „BETTLER“-BEMERKUNGEN BEIM DUTCH GP

30 Jun·

Maverick Viñales hat auf Kommentare von Tech3-Teamchef Guenther Steiner reagiert, nachdem der Österreicher Bedenken hinsichtlich Viñales’ Vorgehen geäußert hatte, um seine Zukunft in der MotoGP abzusichern. Der Austausch kam rund um den Dutch Grand Prix an die Öffentlichkeit: Steiner kritisierte Viñales’ Handlungen, und laut Viñales enthielten die Bemerkungen auch Aussagen, die ihn getroffen hätten.

Viñales sagte, Steiner habe ihn in bestimmten Passagen „einen Bettler“ genannt, als er ihn nach dem Dutch GP angesprochen habe. In seinem spanischsprachigen Medien-Update in Assen betonte Viñales, die Situation sei „missverstanden“ worden, wiederholte aber dennoch den Kernpunkt, den er als Problem sieht: „Ich habe nichts weiter hinzuzufügen; die Wahrheit ist, mein Fokus liegt darauf, stark zu bleiben, so schnell wie möglich wieder gesund zu werden, und je weiter ich bin, desto besser—dann bin ich glücklicher und fühle mich besser“, sagte er.

Der Hintergrund der Spannungen ist Viñales’ zunehmend ungewisse Perspektive für die kommenden Saisons sowie seine jüngste öffentliche Frustration über KTM. Er verwies auf die Entscheidung von KTM, ihn nicht zum Test der 850-ccm-Maschine in Brno zu lassen, als Zeichen dafür, dass er nicht Teil der Pläne des Herstellers für 2027 sein werde. Viñales erklärte außerdem, falls er aus dem Fahrerfeld herausfallen sollte, „ist nur KTM schuld“: Er habe die Zusage bekommen, dass er einen Platz bei der Marke haben werde, und habe deshalb keine anderen Möglichkeiten verfolgt.

Steiners Reaktion, wie von Crash.net berichtet, lautete, dass Viñales’ Haltung „nicht die klügste Sache“ sei, wenn er auf der Suche nach einem Sitz sei. Viñales ging direkt auf diese Kritik ein und bekräftigte, dass er davon ausgehe, 2027 sehr wahrscheinlich nicht im Grid zu stehen. Gleichzeitig stellte er klar, dass seine unmittelbare Priorität die körperliche Genesung sei. Auf die Frage, ob er befürchte, einen Sitz zu verpassen, sagte er: „Recht jetzt habe ich nichts; in diesem Moment, ja, so fühle ich mich.“

Neben der Vertragsunsicherheit machte Viñales seine aktuellen Schwierigkeiten auch an seiner Schulter fest. Er wolle wieder Spaß am Rennen haben, doch sein Zustand verhindere das. „Aber am Ende will ich diese Rennen genießen, und der Weg dahin ist, stärker zu werden, weil ich mich so nicht wohlfühle“, sagte er. Um die Lücke zu unterstreichen, die er spürt, fügte er hinzu: „Sie holen in vier Kurven eine halbe Sekunde auf mich; ich genieße das nicht.“

Viñales’ Lage wurde durch die Schulterverletzung geprägt, die er im vergangenen Jahr in Deutschland erlitten hatte. KTM hatte einen Plan pausiert, ihn nach seiner starken Form in der ersten Saisonhälfte ins Werksteam zu befördern. Im Verlauf der Saison wirkten die Werksoptionen von KTM zunehmend in Richtung anderer Fahrer zu kippen: Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio besetzten die Werksplätze. Viñales galt zwar zunächst als jemand, der bei Tech3 bleiben würde, doch in den letzten Wochen sei diese Zukunft Berichten zufolge weniger sicher geworden. Dem Team zufolge bewege es sich scheinbar in Richtung einer Verpflichtung von Luca Marini von Honda und des Moto2-Frontmanns Senna Agius.

Trotz des Hin und Her zwischen den Verantwortlichen blieb Viñales’ Botschaft konstant: Er räumte den Konflikt ein, ordnete ihn aber als zweitrangig ein—gegenüber dem Ziel, seinen Körper wieder auf ein Niveau zu bringen, auf dem er das Tempo fahren kann, das er möchte. Sein Fokus liege darauf, so schnell wie möglich wiederhergestellt zu sein und sich Rennen für Rennen aufzubauen, sagte er.

View sources