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VOLKSWAGEN PRÜFT VERKAUF VON DUCATI ANGESICHTS VON SCHULDENKÜRZUNGEN

29 Jun·

Eine umfassendere finanzielle Umstrukturierung bei Volkswagen könnte die Zukunft von Ducati in der MotoGP unter die Lupe nehmen. Hintergrund ist ein Bericht, wonach die Gruppe erwägt, die Marke Borgo Panigale zu verkaufen, um die Schulden zu reduzieren. Ducati ist Teil der Volkswagen Group über Audi und Lamborghini, und die Financial Times berichtet, dass Volkswagen sich mit dem Verkauf von Vermögenswerten beschäftigt, um den finanziellen Druck zu bewältigen.

Laut dem Bericht will Volkswagen rund 100.000 Jobs abbauen – etwa ein Sechstel der Belegschaft – und vier Fabriken schließen. Da der Aktienkurs des Unternehmens Berichten zufolge in weniger als vier Jahren um die Hälfte gefallen ist, ist die Idee, große Beteiligungen zu verkaufen, selbst ein „Kronjuwel“ wie Ducati, inzwischen Teil der Diskussion. Finanzberater sollen darauf hoffen, dass „jüngste Vorschläge“, Ducati und/oder Lamborghini zu verkaufen, „intern an Zugkraft gewinnen“ – allerdings hätten einige Analysten der FT gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit solcher Schritte gering sei.

Mögliche Auswirkungen könnten auch bei Ducati in der MotoGP spürbar werden, selbst wenn die Kostensenkungen mehrere Ebenen über dem Rennteam stattfinden. Ducati hat kürzlich die neue kommerzielle Vereinbarung der MotoGP unterzeichnet und sich verpflichtet, mindestens bis 2031 anzutreten. Der italienische Hersteller war in diesem Jahrzehnt in der Klasse dominierend: Er gewann sechs aufeinanderfolgende Konstrukteurs-Titel, und seit Fabio Quartararo 2021 den Titel holte, ist jeder MotoGP-Sieger auf einer Desmosedici gefahren.

Der Bericht zieht zudem Parallelen zur KTM-Story aus dem vergangenen Jahr: Damals wurden Zweifel daran laut, ob die Österreicher nach 2026 weitermachen würden. Diese Fragen wurden beantwortet, als Bajaj Auto eine Mehrheitsbeteiligung kaufte. Bajajs fortgesetztes Engagement spiegelt sich in seiner Unterschrift unter derselben kommerziellen Vereinbarung wider, und die MotoGP-Teams suchen nun nach Wachstum bei den Einnahmen – auch nachdem Liberty Media den Sport übernommen hat, insbesondere durch die Gewinnung neuer Fans.

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