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VOLKSWAGEN SAGT, DUCATI-VERKAUFSGERÜCHTE WERDEN NICHT VORWEGGESCHNITTEN

3 Jul·

Ducatis langfristige Position im MotoGP-Fahrplan dürfte durch neue Spekulationen über die Eigentümerschaft der Marke nicht erschüttert werden. Hintergrund ist, dass Volkswagen auf Berichte reagiert hat, wonach der Konzern Ducati in Zukunft verkaufen könnte.

Die Gerüchte, über die die Medien berichteten, deuteten darauf hin, dass Volkswagen Ducati irgendwann abgeben könnte. In seiner Antwort nannte der Konzern Ducati zwar nicht direkt, schloss einen Verkauf aber ebenfalls nicht aus. Stattdessen ordnete Volkswagen die Debatte in den größeren Kontext der Herausforderungen ein, denen sich der Volkswagen-Konzern insgesamt gegenübersieht, und verwies auf die Notwendigkeit einer Transformation innerhalb des Unternehmens.

Ein Sprecher von Volkswagen AG, der gegenüber RideApart sprach, erklärte, man kommentiere keine internen, vertraulichen Dokumente. Mögliche zugrunde liegende Themen würden über die zuständigen Gremien behandelt, statt sie vorab öffentlich anzusprechen. Der Sprecher verwies zudem auf die Gesamtsituation: Die Automobilindustrie und der Volkswagen-Konzern befänden sich in einer „tiefgreifenden Transformation“. Das bisherige Modell – Autos in Deutschland entwickeln, in Europa produzieren und weltweit exportieren – „funktioniert für alle Marken“ nicht mehr.

In der Stellungnahme hieß es weiter, dass sich die Bedingungen in den vergangenen Jahren deutlich verändert hätten. Die Entwicklungen hätten sich in den letzten zwölf Monaten sogar noch verstärkt. Genannt wurden „neue Zölle“, „schärferer Wettbewerb“ sowie „stagnierende“ und teils rückläufige Märkte. Die daraus entstehende Belastung bezifferte Volkswagen auf „Zehnermilliarden Euro pro Jahr“. Um unter diesen Druckbedingungen erfolgreich zu bleiben, müsse sich das Unternehmen weiterentwickeln: wettbewerbsfähiger werden durch stärkeren Fokus sowie strengere Disziplin bei Kosten und Investitionen.

Volkswagen ergänzte, die Transformation müsse im gesamten Konzern umgesetzt werden – einschließlich der Marken und Tochtergesellschaften. Dafür werde ein zukünftiger Plan zur Neuausrichtung erarbeitet. Ziel sei es, das Unternehmen „effizienter und schlanker“ zu machen und zugleich das Potenzial technologischer Synergien zu nutzen – unter anderem bei Entscheidungsprozessen und Strukturen. Besonders gehe es dabei um die Entwicklung und Integration neuer Technologien sowie um das Modellportfolio für die Kunden.

Vorerst erklärte Volkswagen, Ducati bleibe Teil der Unternehmensplanung. Der Sprecher räumte jedoch ein, dass man die Öffentlichkeit informieren würde, falls sich die Lage ändere.

Auch wenn Ducati in der Stellungnahme nicht erwähnt wurde, zeigt die umfassendere Berichterstattung über die Gerüchte, warum ein möglicher Verkauf – als „riesiges Wenn“ beschrieben – auf großes Interesse stoßen würde. Ducati wird als eine der einflussreichsten Zweiradmarken dargestellt. Das liege nicht nur am Rennerfolg, sondern auch an der technischen Ausrichtung. In den letzten Jahren wurde unter anderem die Entwicklung neuer Aero-Pakete bei Ducati hervorgehoben. Zudem wird auf eine dominante MotoGP-Phase verwiesen, in der Ducati seit 2022 jedes Titelrennen gewonnen hat.

Diese Kombination aus Erfolgen auf der Strecke und kontinuierlicher Weiterentwicklung wird als zentraler Grund genannt, warum Ducati für Top-Fahrer zur Anlaufstelle geworden ist und den globalen Wert der Marke unterstreicht. Da Volkswagens Antwort den Fokus von einer konkreten Transaktion hin zu einer konzernweiten Umstrukturierung verschiebt, lautet die unmittelbare Botschaft für die MotoGP: Ducatis Rolle im Sport dürfte sich kurzfristig nicht ändern, selbst wenn die Spekulationen über die Eigentümerschaft weiterhin ungeklärt bleiben.

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