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YAMAHA BESTÄTIGT 2027ER-FAHRERLISTE MIT JORGE MARTIN UND AI OGURA UND LÄSST TOPRAK RAZGATLIOGLU BEI PRAMAC

2 Jul·

Yamaha hat seine Fahrerpläne für die MotoGP-Saison 2027 bestätigt und Jorge Martin sowie Ai Ogura als neues Werksduo festgelegt. Die Bekanntgabe klärt zudem die Situation für Toprak Razgatlioglu: Er bleibt für ein zweites Jahr bei Pramac in der Königsklasse, statt in das Yamaha-Werksteam aufzurücken.

Die Entscheidung folgt auf einen öffentlichen Hinweis von Marc Marquez, dem amtierenden Weltmeister, wonach das Yamaha-Fahrerfeld 2027 möglicherweise anders aussehen könnte. Marquez’ Prognose, die bereits in diesem Jahr abgegeben wurde, lautete, dass Yamaha Alex Rins behalten und Razgatlioglu in den zweiten Werksplatz befördern würde. Diese Erwartung war damals nachvollziehbar: Razgatlioglu besitzt einen Vertrag im Werksumfeld und kommt mit einer starken WorldSBK-Bilanz, darunter drei Weltmeistertitel.

Yamahas aktuelle Bestätigung bedeutet jedoch, dass Razgatlioglus unmittelbare Zukunft auf Satelliten-Niveau bleibt. Pramac und Yamaha haben seinen Teamkollegen für 2027 noch nicht benannt, doch die Erwartung geht dahin, dass Moto2- und Yamaha-Academy-Fahrer Izan Guevara Jack Miller ersetzen wird.

Razgatlioglus aktuelles Yamaha-Engagement war bislang punktemäßig begrenzt. Laut Bericht hat er bisher 11 Punkte erzielt. Als Einordnung heißt es, dass diese Zahlen die Herausforderungen des Motorrads widerspiegeln, während sein Tempo insgesamt mit einem realistischen Ziel für seine Rookie-Saison übereinstimmt: Yamaha als zweitschnellster Fahrer hinter dem 2021er Champion Fabio Quartararo zu repräsentieren.

Auch aus Razgatlioglus Umfeld kommt Signale der Zufriedenheit mit der aktuellen Konstellation. Sein Manager hatte im März gesagt, der Fahrer sei bei Pramac glücklich. Der Bericht ergänzt allerdings, dass er die Chance, in Werksfarben zu fahren, vermutlich nicht abgelehnt hätte.

Da Ogura und Martin jünger sind als Razgatlioglu, könnte Yamaha mittelfristig vor einem Verhandlungsdilemma stehen. Die Tiefe im Fahreraufgebot könnte für den Hersteller zwar ein „schönes Problem“ sein, bereitet aber zugleich eine zentrale Gesprächsgrundlage, wenn Razgatlioglus Vertrag 2028 ausläuft.

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