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YAMAHA BESTÄTIGT JORGE MARTIN UND AI OGURA ALS WERKSPILOTEN FÜR 2027 UND 2028

1 Jul·

Yamaha hat bestätigt, dass Jorge Martin und Ai Ogura für die nächsten zwei Saisons ins Werks-MotoGP-Team wechseln und damit die Hersteller-Paarung für 2027 bilden. Der Schritt folgt früheren Berichten von Motorsport.com und Autosport, wonach das Duo bereits für Yamahas Fabrikstruktur eingeplant gewesen sei. Die Bekanntgabe erfolgt einen Tag, nachdem Yamaha die Zusammenarbeit mit Fabio Quartararo und Alex Rins beendet hat – damit sind Honda und KTM die einzigen anderen Hersteller, bei denen die vollständigen Zukunftspläne für ihre Werksfahrer noch nicht bestätigt sind.

Laut Speedweek entschied sich Yamaha, die Meldung am 1. Juli zu veröffentlichen – ein Datum, das zugleich die Gründung der Yamaha Motor Company im Jahr 1955 markiert. Paolo Pavesio, Managing Director von Yamaha Motor Racing, sagte, die Verpflichtung unterstreiche den Ehrgeiz und das Vertrauen des Teams in sein Projekt, während man auf eine „neue Ära“ für 2027 blicke. „Wir freuen uns sehr, Jorge und Ai im Yamaha Factory MotoGP Team willkommen zu heißen, während wir 2027 eine neue Ära starten“, sagte Pavesio und ergänzte, dass man Fahrer dieses Kalibers verpflichtet, zeige Yamahas Antrieb und Vertrauen in das, was man aufbaut.

Speedweek ordnet Martins Wechsel als großen Schritt für Yamahas unmittelbare Wettbewerbsfähigkeit ein. Dem Bericht zufolge verlässt Martin Aprilia Racing zum Ende von 2026 und wechselt zum japanischen Hersteller. Pavesio bezeichnete Martin als bereits vorne bewiesen und verwies auf seine Geschwindigkeit, Entschlossenheit und mentale Stärke. Yamaha erwarte, dass er schon ab dem ersten Tag eine Schlüsselrolle übernimmt.

Auch Oguras Verpflichtung hat neue Diskussionen darüber ausgelöst, wie andere Teams das Potenzial des japanischen Fahrers eingeschätzt haben. MotoGP News verweist darauf, dass Oguras Ankündigung nur wenige Tage nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg in der Premieren Klasse kam. Gleichzeitig deutet der Bericht an, dass Aprilia Ogura möglicherweise übersehen habe, als man sich für Francesco Bagnaia entschieden habe. Dieselbe Quelle hält fest, dass Bagnaia’s Wechsel von Ducati zu Aprilia bereits im Februar berichtet worden sei – bevor Ogura in seiner zweiten Saison nach einer „eher durchschnittlichen“ Rookie-Kampagne mit Trackhouse im Jahr 2025 gezeigt habe, was er kann.

In 2026 habe sich Oguras Form laut MotoGP News deutlich verändert: Er gewann in Assen, gehörte über weite Teile der Saison zu den Spitzenreitern und liegt in der Fahrerwertung auf P4 – 25 Punkte hinter dem künftigen Yamaha-Teamkollegen Martin und 38 Punkte vor Bagnaia, dem Fahrer, den Aprilia für die nächsten vier Jahre unterstützt. MotoGP News ergänzt, Ogura fahre „eines der stärksten Bikes“ auf dem Grid, weist aber zugleich darauf hin, dass Ducati’s GP26 auch im aktuellen Grand-Prix-Format weiterhin Siege eingefahren habe.

Während die Fahreraufstellung für 2027 feststeht, betont MotoGP News auch die Sorge über Yamahas aktuelle Ausrichtung. Der Bericht hebt hervor, dass Martin und Ogura Aprilia verlassen – Martin aus dem Werksteam und Ogura aus dem Trackhouse-Team – zu einem Zeitpunkt, in dem die RS-GP als „vielleicht das beste Bike auf dem Grid“ beschrieben wird. Trotz Martins Führung in der WM und Oguras Sieg in Assen erwarte Yamaha für 2027 das „langsamste Bike“. Zudem werden Expertenstimmen zitiert, wonach Yamahas Probleme nicht mehr lange anhalten sollten. So schreibt der Journalist Simon Patterson: „Niemand erwartet, dass die Probleme des Iwata-Teams ‚noch viel länger‘ anhalten“, und ergänzt: „Yamaha ist immer noch eine der dominierenden Kräfte im Sport. Sie stecken in einer schlechten Phase, aber niemand, der sich auskennt, erwartet, dass das noch lange so bleibt.“

Mit den neuen MotoGP-Regeln, die 2027 in Kraft treten, werden Martin und Ogura eine Yamaha M1 mit 850-ccm-Kapazität fahren – mit reduzierter Aerodynamik und ohne Zusatz-Devices. Speedweek ergänzt außerdem, dass die MotoGP-Maschinen im nächsten Jahr mit Pirelli-Reifen ausgestattet sein werden.

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