APRILIA-CHEF MASSIMO RIVOLA HÄLT MARC MARQUEZ FÜR DEN TITELFAVORITEN 2026
1d ago·

Aprilia-MotoGP-Teamchef Massimo Rivola glaubt, dass der Titelkampf 2026 weiterhin völlig offen ist, sieht aber Marc Marquez zur Halbzeit als den Fahrer mit dem kleinen Vorteil. In einem Interview mit Sky Sports erklärte Rivola, er richte seinen Fokus bewusst nicht auf die WM-Tabelle. Der Kampf um die Weltmeisterschaft werde bis zu den letzten Rennen unentschieden bleiben.
Rivolas Aussagen fallen in eine Phase, in der Marquez die Lücke nach einem schwierigen Saisonstart dramatisch verkürzt hat. Der amtierende Champion lag nach dem Großen Preis von Italien noch 102 Punkte hinter der Konkurrenz, unter anderem wegen anhaltender Probleme an seiner rechten Schulter. Seit dem Mugello-Rennen jedoch ist Marquez deutlich in Fahrt gekommen: Er hat drei Grand Prix gewonnen und zudem von einem Formtief des damaligen Punkteliders Marco Bezzecchi profitiert, wodurch Marquez wieder in den Titelkampf zurückgekehrt ist.
Nach dem Großen Preis von Deutschland liegt Marquez nun nur noch 18 Punkte hinter dem aktuellen Spitzenreiter Jorge Martin. Rivola beschreibt die WM als einen Wettstreit, der von Rennen zu Rennen weiterlebt, und sagte: „Das wird eine Weltmeisterschaft, die man sich bis zum allerletzten Rennen noch holen kann.“ Er ergänzte, dass Aprilia und das Satellitenteam über starke Fahrer und ein wettbewerbsfähiges Paket verfügen – deshalb ist er überzeugt, dass der Kampf bis zum Ende weitergehen wird. „Wie ich es immer von Anfang an gesagt habe: Wir schauen nicht auf die Tabelle – und erst recht jetzt nicht“, sagte Rivola. „Wir wissen, dass wir sehr starke Fahrer haben, sowohl bei uns als auch im Satellitenteam.“
Mit Blick auf die Konkurrenz räumte Rivola ein, dass Ducati den Abstand verkürzt hat, betonte aber, dass der Ausgang der Saison noch nicht entschieden ist. „Wir wissen, dass das Motorrad sehr wettbewerbsfähig ist“, sagte er und fügte hinzu, er erwarte, dass die WM bis zum letzten Rennen umkämpft bleibt. Auch sprach er Marquez direkt an und gab zu, dass der Spanier in den aktuellen Prognosen einen Vorteil hat: „Wir wissen, dass da ein Marc Márquez ist, der in all den Vorhersagen ganz klar den Vorteil hat; er ist der Favorit, aber wir werden niemals aufgeben.“
Das größere Bild zeigt zudem, wie breit die Siegerpalette bisher ist: Aprilia hat vier Grand-Prix-Siege eingefahren – durch Bezzecchi, dazu jeweils ein Sieg für Jorge Martin und Ai Ogura (Trackhouse). Bei Ducati stehen drei Siege von Marquez zu Buche, außerdem jeweils ein Erfolg für Fabio Di Giannantonio (VR46) und Alex Marquez (Gresini).