Skip to content
64°

NEIL HODGSON SAGT, JACK MILLER WÜRDE ALS „BRILLANTER“ TV-PUNDIT AUFTRETEN, WÄHREND EIN PRAMAC-AUSSTIEG IN SICHT KOMMT

4h ago·

Die Zukunft von Jack Miller über sein aktuelles Pramac-Engagement hinaus ist zunehmend ungewiss. Yamaha soll ihn für das Satellitenteam nicht behalten, während MotoGP in der kommenden Saison in das 850-ccm-Zeitalter wechselt. Die vorherrschende Meinung im Fahrerlager lautet, Yamaha habe sich bereits gegen einen weiteren Vertrag für Miller entschieden, um ihn beim Start des neuen Kapitels weiterhin für Pramac fahren zu lassen. Damit stünde der 31-jährige Australier möglicherweise vor dem Ende seiner MotoGP-Karriere.

Eine vollständige Rücktrittslösung ist zwar eine Option, doch es werden auch mehrere Wege in der Superbike-WM für 2027 diskutiert. Ein möglicher Kurs wäre ein Wechsel in die World Superbike Championship zu Ducati. Dort soll man nach einer Alternative für Nicolò Bulega suchen. Bulega wird erwartet, dass er mit VR46 in die MotoGP wechselt, während Ducati bereits die Kontinuität in ihrem WSBK-Programm abgesichert hat: Iker Lecuona erhielt einen neuen Vertrag, um auch in der nächsten Saison im Team zu bleiben.

Sollte Miller nicht zu Ducati wechseln, wird als weitere Möglichkeit BMW für 2027 genannt. Allerdings gilt der deutsche Hersteller nicht als besonders auf Miller fokussiert. Stattdessen heißt es, BMW wolle Manuel González oder Brad Binder verpflichten – beide werden ebenfalls mit möglichen Abschieden aus der MotoGP in Verbindung gebracht. Besonders Binder könnte KTM verlassen, wenn sein Vertrag ausläuft, was die Personalplanung bei BMW beeinflussen könnte.

Vor diesem Hintergrund hat Neil Hodgson – Weltmeister der Superbike-Klasse 2003 – eine andere Perspektive aufgezeigt, was Miller tun könnte, falls es zeitlich nicht für ein weiteres Top-Team reicht. In der Sendung „Gas It Out“ sagte Hodgson, Miller würde nach dem Ende seiner Fahrerkarriere sehr gut als TV-Experte funktionieren: „Ich hab da einen. [A] guten. Er wäre b— brilliant. Jack Miller. Stell dir Jack als Pundit vor… Er wäre fantastisch, glaube ich. Ich würde ihm gerne zuhören.“

Sylvain Guintoli, Weltmeister 2014 in der Superbike-WM, stimmte zu: „Ja, 100% Zustimmung. Nun, er ist ein echtes Charaktergesicht, und das ist das, was [man] im TV braucht.“ Damit wird Millsers Persönlichkeit als Vorteil für die Medienarbeit herausgestellt – auch wenn er selbst weiterhin glaubt, noch Zeit auf dem höchsten Niveau zu haben.

Trotzdem wird der Wechsel in die World Superbike Championship statt ein vollständiges Karriereende als wahrscheinlichere Präferenz dargestellt – vor allem angesichts eines möglichen technischen und sportlichen Umbruchs. Michelin soll 2027 Pirelli als alleinigen Reifenlieferanten in der World Superbike Championship ablösen. Diese Änderung könnte Chancen für Fahrer eröffnen, die aus der MotoGP kommen, einschließlich Miller.

Die sportliche Konkurrenz in der WSBK wird zudem stark von der aktuellen Stärke Ducati geprägt. Die Quellen berichten, Ducati dominiere in der Pirelli-Ära und werde auch nach dem Reifenwechsel voraussichtlich vorne bleiben. Bulega wird als Schlüsselfigur dieser Dominanz beschrieben, während auch Lecuonas jüngste Form hervorgehoben wird: Er wurde in 18 aufeinanderfolgenden Rennen Zweiter hinter Bulega, bevor er in Donington Park gewann – nachdem er mit der richtigen Abstimmung für die Panigale V4 R gefunden hatte. Yari Montella wird außerdem als Dritter in der Gesamtwertung geführt, auf einer Barni Spark Ducati. Alex Lowes auf einer Bimota ist Vierter – als bestplatzierter Nicht-Ducati-Pilot.

Während das Bild für 2027 noch entsteht – zusammen mit den erwarteten Pramac-Plänen von Yamaha, den Ducati-Vertragsbewegungen in der WSBK und dem Reifenwechsel – bleibt der nächste Schritt von Miller offen. Ob es am Ende ein Vertrag in der Superbike-WM wird oder ein Wechsel ins TV-Publikum: Die Botschaft von Hodgson und Guintoli ist klar. Miller würde auch außerhalb des Fahrerfelds sehr gut passen, falls sich keine Gelegenheit ergibt, weiter Rennen zu fahren.

View sources